Heidenheim „Laufen ist die einfachste Art der Bewegung“

Andy Bader setzt beim Laufen auf Motivation und die richtigen Schuhe.
Andy Bader setzt beim Laufen auf Motivation und die richtigen Schuhe. © Foto: Joelle Reimer
Heidenheim / Joelle Reimer/Laura Strahl 10.02.2018
Die Aktion „Lauf geht’s“ startet in Heidenheim in die dritte Runde. Andy Bader, Organisator des Heidenheimer Stadtlaufs und Geschäftsführer von „Nubuk Sports“, spricht im Interview über Motivation und darüber, wie man einen Halbmarathon schafft.

Die Aktion „Lauf geht's“ von HZ und AOK findet dieses Jahr zum dritten Mal in Heidenheim statt. Andy Bader, Organisator des Heidenheimer Stadtlaufes und Geschäftsführer des Sportgeschäftes „Nubuk Sports“, ist selbst passionierter Läufer und wird auch dieses Jahr die Teilnehmer beim Einstein-Halbmarathon in Ulm begleiten.

Ist Laufen ein Sport für jedermann?

Andy Bader: Grundsätzlich ja. Es ist die einfachste Art der Bewegung, mit der man sinnvoll und schnell zum Erfolg kommt.

Eine einfache Bewegung – vielen fällt es aber schwer, damit anzufangen.

Bader: Der Start beim Sport ist immer schwierig. Die Motivation sollte zumindest ein bisschen da sein. Ansonsten gibt's bei „Lauf geht's“ die Trainer, die motivieren.

Stichwort Motivation: Warum ist es oft leichter, in der Gruppe zu laufen?

Man hat Gleichgesinnte. Man läuft mit Leuten, die die selben Probleme haben. Und man kann sich leichter dazu aufraffen, wenn man einen Termin mit anderen hat.

Woher ziehen Sie Ihre Motivation?

Ich gehe laufen, weil ich weiß, dass es mir gleich besser geht, wenn ich zurück komme. Ich habe das Gefühl, ich lasse den ganzen Ballast auf der Strecke. Beim Laufen mache ich mir auch viele Gedanken; ich laufe also nicht nur, damit ich Sport mache, sondern auch, um Dinge zu planen.

Geht das auch bei Wind und Regen?

Klar. Ich laufe immer, bei jedem Wetter. Man zieht sich einfach anständig an und läuft los.

Gute Laufbekleidung gehört also dazu. Was genau braucht ein Läufer?

Eine anliegende Hose, kurz oder lang. Oben ein Funktionsunterhemd, ein kurz- oder langärmeliges Trikot und eine Jacke, die Windschutz bietet. Beim Laufen schwitzt man generell mehr – man sollte nicht zu warm angezogen sein. Vernünftige Laufsocken ohne Innennähte sind auch wichtig. Aber am allerwichtigsten: gute Schuhe.

In puncto Schuhe gibt's ja die unterschiedlichsten Sichtweisen. Wann ist ein Schuh definitiv zu alt?

Wenn ein Schuh länger als drei Jahre im Schrank steht, verflüchtigen sich die Weichmacher und der Schuh wird hart. Ansonsten, wenn man einen Schuh umdreht, sieht man ja gleich, wie abgelaufen er ist. Wenn die Sohle schon merklich dünner wird, was man oft hinten links oder rechts außen sieht, dann sollte man sich an einen neuen Schuh wagen.

Halten Sie sich selbst daran?

Ja, ich merke relativ früh, wenn ich Probleme bekomme. Dann zieht's im Schienbein. Bei ein paar Schuhen habe ich mir jetzt auch aufgeschrieben, wie lange sie ungefähr halten, damit ich das weitergeben kann. Relativ leichte Schuhe halten 400 bis 600 Kilometer, normale etwa 800 bis 1000 Kilometer. Natürlich immer abhängig vom Körpergewicht.

Sie haben voriges Jahr eine Gruppe beim Einstein-Halbmarathon in Ulm begleitet. Wie sind Ihre Erfahrungen?

Es war spitze. Ich bin spontan für einen Trainer eingesprungen. Es hat richtig Spaß gemacht, ich musste alle einbremsen, damit sie nicht zu schnell laufen. Ab Kilometer 15 habe ich hauptsächlich motiviert, geredet und abgelenkt. Und auch mal die Waden massiert. Ins Ziel kamen alle, und wir waren super glücklich.

Sind Sie dieses Jahr beim Halbmarathon auch wieder mit dabei?

Ja. Die Leute zu begleiten, sie ins Ziel zu bringen – das finde ich toll.

„Lauf geht's“: Der Zeitplan

Ab dem 15. Februar können die Teilnehmer bei „Nubuk Sports“ ihre Starterpakete abholen und T-Shirts anprobieren. Start des Lauftreffs ist am 15. April im Eselsburger Tal. Ziel ist am 23. September der Einstein-Halbmarathon oder der 10-Kilometer-Lauf in Ulm.

Anmeldungen unter www.lauf-gehts-heidenheim.de

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