Heidenheim „Ich darf tun, woran mein Herz hängt“

Gutgelaunt in Heidenheim: Landestrainerin und Ex-Hochspringerin Jennifer Hartmann.
Gutgelaunt in Heidenheim: Landestrainerin und Ex-Hochspringerin Jennifer Hartmann. © Foto: privat
Heidenheim / Thomas Grüninger 23.07.2018
Die Ex-Hochspringerin Jennifer Hartmann kam zu den U-16-Meisterschaften als Landestrainerin nach Heidenheim.

Als Hochspringerin hat Jennifer Hartmann – in dieser Region vor allem bekannt unter ihrem Mädchennamen Klein – einst Leichtathletik-Geschichte geschrieben: WM- und EM-Teilnahme (U 20 und U 23), drei deutsche Meistertitel, fünf süddeutsche.

Am Samstag kehrte die aus Gerstetten stammende Athletin in die alte Heimat zurück. Als Landestrainerin für den Nachwuchs bis zur U 18 im Hoch-, Weit- und Dreisprung überzeugte sie sich im Sparkassen-Sportpark vom Leistungsstand möglicher WM-Teilnehmer von morgen.

Um den Nachwuchs sei es momentan nicht schlecht bestellt, sagte die jetzt in Stuttgart wohnende Sportlerin, die einst 1,87 m überquerte, wobei das zarte Geschlecht derzeit im „Ländle“ zumindest quantitativ die Nase vorn hat: „Momentan haben wir mehr Mädchen als Jungen.“

Betreut hat sie in Heidenheim jene Schützlinge, die sich momentan im Stützpunkttraining befinden und in der Regel einmal in der Woche zu ihr nach Stuttgart kommen. Aber natürlich hatte sie auch ein Auge für alle anderen, die im Hoch- oder Weitsprung ihre Perspektiven bei den württembergischen Meisterschaften andeuten konnten. Von einer klassischen Sichtung wollte sie allerdings nicht sprechen.

Viele bekannte Gesichter

Natürlich gab es bei der Rückkehr in die einstige Heimat auch viel Wiedersehensfreude, unter anderem mit ihrem ehemaligen Gerstetter Trainer Horst Bohnacker. Erstmals sah Jennifer Hartmann bei dieser Gelegenheit auch den Leichtathletik-Sportpark am Jahnplatz. „Ein kleines, schönes Stadion“, wie sie findet.

2014 beendete die Wahl-Stuttgarterin ihre Karriere, seit 2015 arbeitet sie als Landestrainerin. Ein Traumjob, wie sie bekennt: „Ich darf das tun, woran mein Herz hängt.“

Und in dieser Eigenschaft wird sie wohl so manchen sprungstarken Athleten auf eine ähnlich erfolgreiche Karriere vorbereiten dürfen wie ihre eigene einst verlief – auch wenn sich inzwischen manches verändert hat. Im Hochsprung beispielsweise würde heute mit einem ganz anderen Anlauftempo gestartet als noch zu ihren aktiven Zeiten.

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