Fechten 230 A-Jugend-Fechterinnen starten beim Hartmann-Cup

Die 16-jährige Johanna Tisch (links) war auch im vorigen Jahr beim Hartmann-Cup im Heidenheimer Fechtzentrum dabei - nun hat sie sich das Ziel gesetzt, unter die letzten Acht der 230 Fechterinnen zu kommen.
Die 16-jährige Johanna Tisch (links) war auch im vorigen Jahr beim Hartmann-Cup im Heidenheimer Fechtzentrum dabei - nun hat sie sich das Ziel gesetzt, unter die letzten Acht der 230 Fechterinnen zu kommen. © Foto: Rudi Weber
Joelle Reimer 12.11.2014
Heidenheim hat sich im europäischen Fechtsport auch beim Nachwuchs einen Namen gemacht. Am kommenden Wochenende findet im Fechtzentrum zum 27. Mal der Hartmann-Cup statt. Unter den 230 A-Jugend-Degenfechterinnen sind sieben Kadettinen vom HSB.

So wird der Galgenberg also für zwei Tage (15. und 16. November) zum schwäbischen Fecht-Mekka, wenn sich die besten europäischen A-Juniorinnen dort im Degenfechten messen. Und dass dies schon zum 27. Mal in Heidenheim geschieht, kommt nicht von ungefähr: „Es ist einfach eine gewachsene Veranstaltung und wir bieten hier gute Voraussetzungen“, so Jochen Kassel, Leiter der HSB-Fechtabteilung.

In dieser Turnierserie, bei der A-Jugendliche aus ganz Europa regelmäßig gegeneinander antreten, waren die HSBlerinnen zuletzt in Montreux und in Klagenfurt zu Gast. „Und in acht Tagen geht es dann weiter nach Grenoble“, sagt Landestrainer Hans-Jürgen Hauch.

Das Heidenheimer Turnier habe dazu beigetragen, dass die Europäische Fechtkonföderation mit diesem Cadet Circuit eine äußerst erfolgreiche Wettbewerbsreihe etabliert hat. Ein solcher Wettkampf in dieser Altersklasse ist laut Hauch etwas Besonderes und steht für das hohe Niveau der Sportart. „In diesem Heimturnier ist die Anspannung, aber auch der Anspruch größer – es ist auf jeden Fall das Ziel, unter die besten Acht zu kommen“, erläutert Hauch. Denn mit dem Turnier qualifizieren sich die Kadettinnen für eine Teilnahme an der Europameisterschaft für Deutschland – „wir müssen also mit vorne dabei sein, obwohl das anstehende Turnier sicher das schwerste wird“, so Hauch.

Mit 230 Fechterinnen aus 23 Nationen hat der Hartmann-Cup eine Rekord-Teilnehmerzahl. „Die meisten Anmeldungen kommen aus Italien, Frankreich, Russland, Ungarn und Polen, aber auch kleinere Fechtnationen sind dabei“, so Kassel. Sogar aus Ägypten und der Türkei kommen die Fechterinnen nach Heidenheim. „Mit dieser Teilnehmerzahl stoßen wir so langsam räumlich an unsere Grenzen“, sagt der Landestrainer.

Auf jeden Fall werden es zwei spannende Turniertage, von denen sich die HSBlerinnen viel versprechen. Die Ergebnisse der beiden Turniere in Montreux (sechster Platz für Sina Freier) und Klagenfurt (Rang zwei für Johanna Tisch) lassen jedenfalls einiges erwarten.

Info Am Samstag, 15. November, startet der Hartmann-Cup im Fechtzentrum um 9 Uhr mit der Qualifikationsrunde. Am Sonntag, 16. November, geht es um 10 Uhr weiter. Die Finalgefechte werden ab 14 Uhr ausgetragen.