Heidenheim / HZ  Uhr
120 Aikidoka aus ganz Deutschland in Heidenheim

Genauso sicher, wie das Kinderfest in Giengen stattfindet, treffen sich in Heidenheim an Pfingsten Aikidokas zum internationalen Pfingstlehrgang in der Sporthalle des Werkgymnasiums. Der Einladung der Erhard-Aikido-Gruppe (EAG) sind in diesem Jahr rund 120 Sportler aus ganz Deutschland und aus Frankreich gefolgt, um von insgesamt neun Stunden lang Aikido auszuüben.

Aikido ist eine lebendige Technik, die sich im Sinne des Erfinders, Morihei Ueshiba, immer weiter entwickelt. Deshalb werden zu diesem Lehrgang bewusst Meister engagiert, die nicht dem Deutschen-Aikido-Bund (DAB) angehören. Dieses Jahr konnte der Franzose Michel Martin aus Frankreich gewonnen werden. Er hat sowohl den 7. DAN im Aikido, als auch den 6. DAN in Katana (Schwerttechnik). Diese Verbindung versprach bereits einen interessanten Lehrgang.

Die drei Tage waren geprägt von Waffentechniken. Am Samstag-und am Sonntag-Vormittag wurde hauptsächlich mit dem Bokken (Schwert) gearbeitet. Durch den Umgang mit der Waffe variiert die Distanz gegenüber der Technik ohne Waffe. Altbekannte Techniken, die ohne Waffen von ganz alleine liefen, mussten plötzlich an die veränderte Distanz angepasst werden.

Außerdem zeigte der Meister neue Techniken aus dem Katana-Kampf. Der Sonntag-Nachmittag und der Montag waren dem Jo (Stab) und dem Tanto (Messer) gewidmet. Auch hier galt es immer wieder, die Distanz der jeweiligen Waffe anzupassen. Besonders Wert legte Martin auf die Stellung von Uke (Angreifer) und Nage (Verteidiger) und auf die Körperhaltung.

Von den Teilnehmern kamen am Ende nur lobende Bemerkungen. Besonders der konzeptionelle Aufbau der Übungen überzeugte die Anwesenden. Am Ende bedankte sich Karl Köppel (8. DAN), der Vizepräsident des Deutschen Aikido-Bundes (DAB), bei dem Gast aus Frankreich und äußerte die Hoffnung, ihn wieder in Heidenheim auf der Matte begrüßen zu dürfen.