Eishockey Wild Wings bezwingen Düsseldorf

HZ 12.01.2018

Gleich zu Beginn hielt die DEL-Partie am Mittwoch in Düsseldorf einen echten Aufreger parat: In der vierten Minute gingen die Schwenninger aus dem Gewühl heraus vermeintlich in Führung. Die Schiedsrichter gaben den Treffer sofort und nannten Damien Fleury als Torschützen. Ohne Not und nur auf Intervention von DEG-Trainer Mike Pellegrims bemühten die Referees danach den Videobeweis. Doch hier hatten sie in endlosen Minuten die falsche Einstellung erwischt: Die Scheibe war ganz eindeutig, wenn nicht vielleicht sogar im ersten Versuch, aber im zweiten über der Torlinie. Dies war allerdings nur von der vorderen Torkamera zu sehen, da die Kamera hinter dem Tor vom Schiedsrichter verdeckt war. SERC-Trainer Pat Cortina regte sich fürchterlich über die Fehlentscheidung auf, musste von Verteidiger Kalle Kaijomaa beruhigt werden, sonst hätte der Schwenninger Coach wohl vor Wut das Eis gestürmt.

Goalie gut auf dem Posten

Als sich die Aufregung gelegt hatte, spielten beide Teams recht defensiv. SERC-Torwart Dustin Strahlmeier hielt gegen Marco Nowak und Maximilian Kammerer. Im zweiten Drittel war Goalie Strahlmeier auf dem Posten, als er Spencer Machacek im letzten Moment noch den Puck vom Schläger nehmen konnte. Auf der anderen Seite war Markus Poukkula nach einer schönen Kombination nur mit einem Foul von Nowak zu stoppen. Andrée Hult verpasste aber das Führungstor. Damien Fleury bekam dann eine umstrittene Strafzeit. Als diese gerade abgelaufen war, zog Kammerer ab und Darryl Boyce lenkte unhaltbar aus der Luft ab – 1:0 nach 37 Minuten.

Im dritten Durchgang musste DEG-Verteidiger Johannes Huß früh auf die Strafbank. Die Schwäne kombinierten toll, Kaijomaa gab auf Will Acton der quer zu Damien Fleury, welcher mit seinem siebten Saisontor den Puck einnetzte (44.). Doch es kam noch besser für die Schwenninger. Giliati legte quer auf Poukkula – und der versenkte das Spielgerät mit seinem elften Saisontor (47.). Dann kassierte Mirko Höfflin zwei Strafminuten. Die Düsseldorfer zogen ein gutes Powerplay auf, und Rob Bordson traf zum 2:2. Es ging in die Verlängerung. In der war es nach Versuchen auf beiden Seiten schließlich Hult, der den SERC-Sieg eintütete. „Wir haben nach dem Rückstand weiter gekämpft und noch die Tore gemacht. Wenn wir so wie im letzten Drittel auftreten, sind wir nur schwer zu schlagen“, bilanzierte SERC-Stürmer Fleury.

Heute Abend um 19.30 Uhr empfangen die Wild Wings den deutschen Meister EHC Red Bull München.