Sie kämpften, holten alles aus sich heraus, wurden aber nicht belohnt. Die Burladinger Volleyballerinnen verloren in Tübingen mit 1:3 (20:25, 20:25, 26:24, 13:25). Zumindest holte sich der TSV den ersten Satz dieser Saison.

Eindeutige Vorzeichen

Wie es Burladingens Trainer Clemens Laauser bereits vor dem Spiel prophezeite, lag der körperliche Vorteil bei Tübingerinnen. „Zum Teil waren die Spielerinnen bis zu 20 Zentimeter größer“, erzählt der Coach. Davon ließ sich seine dezimierte Truppe – nur acht Spielerinnen standen ihm verletzungsbedingt zur Verfügung – nicht beeindrucken.

Burladingen spielte von Beginn an mutig. Genau das hatte Laauser von seinen Mädels eingefordert. Denn nur mit Risiko habe sein Team in der Regionalliga überhaupt eine Chance, zu bestehen. Es entwickelte sich bereits im ersten Satz ein Spiel auf Augenhöhe.

Fehlastädterinnen halten dagegen

Den vermeintlichen Größennachteil kompensierten die Burladingerinnen durch eine gute Abwehrleistung, was es den Tübingern schwer machte, zu punkten. Der TSV selbst setzte den Gegner durch variable Angriffe unter Druck. So konnte das Laauser-Ensemble die ersten beiden Sätze spannend gestalteten, dennoch behielten die Tübingerinnen – auch aufgrund einer starken Blockleistung – jeweils knapp mit 25:20 die Oberhand.

Der TSV nutze jedoch eine Schwächephase der Gäste am Ende des dritten Durchgangs und gewannen diesen mit 26:24 – insbesondere dank guter Aufschläge von Sarah Heinzelmann. Schon zu Beginn des vierten Satzes zeigte sich, dass drei der Spielerinnen von Burladingen gesundheitlich angeschlagen in die Partie gegangen waren.

Die kräftezehrenden Spielabschnitte zuvor hatten Spuren hinterlassen. Trotz des Willens, die Partie noch einmal zu drehen, konnten die Gastgeberinnen nicht mehr dagegenhalten und mussten sich mit 13:25 geschlagen geben. So stand schlussendlich eine 1:3-Niederlage zu Buche – die zweite im zweiten Spiel.

Fazit fällt ordentlich aus

„Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden“, war Kommandogeber Laauser im Anschluss dennoch positiv gestimmt, „wir haben es geschafft, uns vier Sätze lang zu konzentrieren und Tübingen mit unserer starken Abwehr vor große Probleme gestellt.“ So sei man im dritten Satz „im Kopf des Gegners“ gewesen, wie der TSV-Kommandogeber es beschreibt, „und wir haben Tübingen so zu Fehlern gezwungen.“

Nach drei Sätzen auf Augenhöhe machte dann auch die dünne Bank der Gäste den Unterschied. „Am Ende waren wir einfach platt“, räumt Laauser ein, der seinem Team dennoch eine Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche attestierte, „das war eine gute Leistung und um Welten besser, als gegen Villingen. Wir hatten eine super Annahme und haben variabel gespielt.“

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