Am frühen Morgen war die Welt bei der Deutschen Meisterschaft über die Triathlon-Mitteldistanz in Ingolstadt noch in Ordnung. Der See bot mit 22 Grad Wassertemperatur angenehme Bedingungen und sogar ein paar Sonnenstrahlen ließen sich blicken. Nach einem flotten Schwimmen über 1,9 Kilometer  in 37:32 Minuten öffnete Petrus beim anschließenden Radfahren über 78 Kilometer aber leider die Schleusen von oben, es regnete unaufhörlich und einsetzender Wind kühlte die nassen und spärlich bekleideten Triathleten zusätzlich aus.

Hälfte der Sportler gibt auf

Rund die Hälfte(!) der Sportler musste den Wettkampf hier vorzeitig abbrechen. Auch der Hechinger Matthias Förster litt unter der Kälte, hatte sein Rad teilweise nur noch zitternd unter Kontrolle, gab aber nicht auf und erreichte nach 2:28:31 Stunden die zweite Wechselzone.

Halberfrorene Finger

Dort von den Rad- in die Laufschuhe zu wechseln, war angesichts halb erfrorener und tauber Finger eine Herausforderung. Nach den ersten Kilometern der Halbmarathondistanz waren dann aber alle Körperpartien wieder gut durchblutet und aufgewärmt, sodass Förster nochmal beschleunigen und die 20,9 Kilometer in der tollen Zeit von 1:37:50 Stunden beenden und sich mit der Gesamtzeit von 4:50:09 Stunden unerwartet, aber umso glücklicher über den 7. Platz in der Altersklasse M55 freuen konnte.