Fit gemacht für ihren Einsatz bei den boso Ladies Open  ab diesem Montag wurden am Sonntag die Ballkinder und Linienrichter  auf der Tennisanlage im Weiher. Pünktlich hatten sich ein Dutzend Linienrichter und etwa 40 Ballkinder auf der Tennisanlage eingefunden. Die jungen Leute kamen nicht nur aus Hechingen, sondern aus dem ganzen Zollernalbkreis und auch aus dem Kreis Tübingen.

Turnierdirektor Gerhard Frommer begrüßte die jungen Leute und gab einige Modalitäten bekannt. Um zu sehen, wie die ganze Sache gehandhabt wird, empfahl er den Neulingen, bei erfahrenen Linienrichtern und Ballkindern zuzuschauen. Auch bei der Einteilung wolle man Neulingen erfahrene Balljungen und -mädchen zur Seite stellen. Bei den Topspielerinnen wollen auch Toplinienrichter und Topballkinder zum Einsatz kommen. „Das hilft, Stress zu vermeiden“, meinte der erfahrene Turnierdirektor. Frommer ging noch auf die jeweilige, einheitliche Bekleidung der Kinder ein. Jedes Kind erhält drei Dauerkarten und Verzehrkarten. „Wenn wir alle zusammenhalten, wird es eine gute Woche“, meinte er.

Fabian Krauss nahm sich der Linienrichter an, erklärte nicht nur verbal, sondern auch anschaulich, wer wann, wie und wo zu stehen hat. Er zeigte die Armbewegungen und erklärte ihre Bedeutung und wies darauf hin, dass ein „Out“, also „Aus“, laut, klar und deutlich gerufen werden müsse. Das sei, so Fabian Krauss, für manchen etwas peinlich, aber eben wichtig. „Wichtig ist auch der Blickkontakt zum Schiedsrichter, um dessen eventuelle Handzeichen zu erkennen. Sind es anfänglich zwei Linienrichter bei einem Spiel, werden es ab dem Halbfinale mindestens fünf sein“, erklärt Fabian Krauss außerdem.

In ihre Arbeitswelt auf dem Platz eingewiesen wurden die Ballkinder von Leonie Baumgärtner und Selina Sauter, wobei auch Sandra Sauter und Angela Vogelmann für Fragen jederzeit ein offenes Ohr haben.  Sowohl theoretisch als auch praktisch erfuhren die Kinder, was es zu wissen und zu beherzigen gilt. Etwa wie man auf den Platz läuft und wie man ihn wieder verlässt. Leonie Baumgärtner: „Es wird nicht getrödelt, gelaufen oder gejoggt. Es wird grundsätzlich gerannt“, erklärte sie –  „auch beim Ball holen“. Erläutert wurde, dass jeder Ball auf dem Spielfeld zu holen ist, wobei der Ball dann nicht diagonal über das Spielfeld, sondern entlang der Seitenlinie gerollt wird. Und wer bekommt den Ball? Auch diese Frage wurde geklärt. Im Blick haben muss das Ballkind auch die Spielerin, die ihr Handtuch mitnimmt. Gibt sie es aus der Hand oder wirft sie es zu? Das gilt es zu erkennen und entsprechend zu reagieren. „Und immer wieder einmal einen Blick zum Schiedsrichter werfen“, lautet die Empfehlung. Es sieht alles so leicht aus, und doch ist eine gehörige Portion Aufmerksamkeit und Konzentration nötig. Aber die Verantwortlichen sind sich sicher. „Das läuft.“