Eishockey Schwäne kassieren Derby-Niederlage

Im Derby gegen die Adler Mannheim kam Schwenningen am Mittwoch kaum zurecht und musste sich schließlich auch klar mit 1:4 geschlagen geben. Für den einzigen SERC-Treffer sorgte Simon Danner.
Im Derby gegen die Adler Mannheim kam Schwenningen am Mittwoch kaum zurecht und musste sich schließlich auch klar mit 1:4 geschlagen geben. Für den einzigen SERC-Treffer sorgte Simon Danner. © Foto: Eibner
VS-Schwenningen / Heinz Wittmann 01.03.2018
Mit 1:4 zogen die Schwenninger Wild Wings am Mittwochabend gegen die Adler Mannheim klar den Kürzeren.

Die Wild Wings fanden am Mittwoch nicht so richtig in das Baden-Württemberg-Derby – und unterlagen den Adler Mannheim vor ausverkauftem Haus mit 1:4 (0:1, 1:3, 0:0). Den Schwänen fehlte der Spielrhythmus.

Silbermedaillengewinner Marcel Goc betrat bereits 75 Minuten vor Spielbeginn mit Badeschlappen das Eis, um ein Interview zu geben. Er erhielt dabei von den bereits anwesenden Schwenninger Fans warmen Applaus. „Wir sind Profis, jetzt gilt es eben ganz schnell von Olympia auf DEL umzustellen. Ich denke, dass sollte kein Problem für uns sein.“ Bei den Schwänen fehlten die verletzten Stürmer Marc El-Sayed und Tobias Wörle, sowie die überzähligen Angreifer Lennart Palausch und Verteidiger Tim Bender. Die Gäste aus Nordbaden traten mit allen ihren sechs Olympia-Helden – Goc, Matthias Plachta, David Wolf, Markus Kink, Sinan Akdag und Dennis Endras – an.

Auf dem Eis fanden beide Mannschaften im ersten Drittel nach 26 Tagen DEL-Pause absolut nicht ihren Rhythmus. Die Partie stand nur auf sehr mäßigem Niveau. Ganz schwach dabei: das Überzahlspiel der Wild Wings. Die Adler gingen 18 Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels in Front. Die Schwenninger machten es den Mannheimern leicht, griffen nicht richtig an und Andrew Desjardins hatte keine Mühe gegen Dustin Strahlmeier einzunetzen. In der Drittelpause sagte Sascha Goc: „Heute schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits die Wild Wings als mein Verein, andererseits eben meine beiden Brüder die bei Mannheim spielen.“ Sascha Goc war erstmals seit seinem Karriereende wieder in Schwenningen.

Zu Beginn des zweiten Drittels verbuchte Andrée Hult eine gute Möglichkeit für den SERC, schoss aber knapp neben den Gästekasten. In der 28. Minute erhöhten die Adler. Ex-NHL-Star Devin Setoguchi überwand Strahlmeier zum 2:0. Immerhin, eine Zeigerumdrehung später kamen die Schwäne zum Anschlusstor: Simon Danner traf nach Zuspiel von Uli Maurer ins Schwarze. In der 31. Minute stellte jedoch Brent Raedeke auf 3:1 für Mannheim. Wieder wurde Strahlmeier von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Der Schwenninger Goalie hatte gegen Kink noch sensationell gerettet, war dann aber chancenlos. In der letzten Minute des Mitteldrittels fiel das 4:1 für die Adler. Der Treffer war über Wolf und Plachta wunderschön herauskombiniert. Als Vollstrecker agierte erneut Desjardins.

Im letzten Drittel verwalteten die Mannheimer das Ergebnis, schafften beinahe noch den fünften Treffer: Kyle Sonnenburg verlor vor seinem Kasten den Puck, Chad Kolarik traf aber nur die Latte des Schwenninger Gehäuses. So blieb es beim verdienten 4:1 für Mannheim.

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