Mountainbike Premierensieg für Konny Looser in Albstadt

Konny Looser war am Samstag der Schnellste beim Albstadt Bike-Marathon. Der Schweizer verwies Seriensieger Markus Kaufmann in 2:50.39,5 Stunden auf Platz zwei.
Konny Looser war am Samstag der Schnellste beim Albstadt Bike-Marathon. Der Schweizer verwies Seriensieger Markus Kaufmann in 2:50.39,5 Stunden auf Platz zwei. © Foto: Moschkon
Albstadt / Matthias Zahner 09.07.2018
Der Schweizer Meister Konny Looser gewann erstmals den „Bike“ in Albstadt. Er verwies Vorjahressieger Markus Kaufmann auf Platz zwei.

Der Schweizer Meister hat den 24. Bike-Marathon am Samstag in Albstadt gewonnen. Der 29-Jährige war nach 83 Kilometern drei Sekunden schneller als Vorjahressieger Markus Kaufmann.

Bei 2:50.39,5 Stunden stoppte die Uhr, als Looser die Ziellinie in der Ebinger Innenstadt überquerte. Auf seinen ersten Gratulanten musste er nicht lange warten, Titelverteidiger Kaufmann war sofort zur Stelle. Beide setzten sich auf einem langen Schotteranstieg 20 Kilometer vor dem Ziel von der Gruppe ab. Bereits zuvor hatte Kaufmann zwei, drei Mal das Tempo verschärft und so die Konkurrenten mürbe gefahren. „Dann siehst du relativ schnell die Kräfteverhältnisse. Ich wusste, ich muss einfach bei Markus bleiben, weil er auch auf der Fläche unglaublich Dampf machen kann“, sagte Looser.

Doch einer gab nicht ganz so schnell klein bei. Julian Schelb schloss nochmals auf. „Ich war erst weg und bin mit meinen letzten Reserven das Loch zu gefahren. Das war dann zu viel für mich“, stellte der Deutsche Meister über die Marathon-Distanz fest. Damit war klar, dass der Sieg nur über Kaufmann und Looser gehen würde. „Markus war unglaublich stark. Ich habe mich einfach an ihn geklemmt. Ich habe mir die letzten 45 Kilometer angeschaut und wusste: Du musst als erster in die Abfahrt“, erklärte der Schweizer. Das gelang ihm. „Dann war es für Markus fast unmöglich, noch vorbeizukommen“, sagte Looser „Ich bin auf der Abfahrt um eine enge Kurve aus dem Pedal raus und konnte nicht mehr sofort antreten“, beschrieb Kaufmann die entscheidende Szene. „Der Abstand war zwar nicht groß, aber ich bin halt einfach nicht mehr herangekommen“, konstatierte der Zweitplatzierte.

Vom Start weg hatte sich ein verhaltenes Rennen entwickelt. Körner sparen, lautete die Devise der Spitzenfahrer. Dadurch lagen viele Fahrer dicht beisammen. „Ich habe immer wieder versucht, vor allem an den Anstiegen, das Tempo hochzuhalten, um die Gruppe kleiner zu bekommen. Das ist mir auch teilweise gelungen. Es sind immer wieder Fahrer herausgebrochen“, berichtete Kaufmann. Bis zur Onstmettinger Schanze schrumpfte die Führungsgruppe auf 14 Mann – darunter auch die beiden Albstädter Aaron Beck (Gonso-Simplon-Racing-Team) und Fabian Ziegler (Expoline-Radhaus Winterlingen).

In Laufen hatten die beiden einen Rückstand von rund zehn Sekunden auf die Top Ten. Allerdings kämpften sie sich im Team wieder heran. Beck (2:54.42,2 Stunden) schaffte es auf Rang acht und Ziegler (2:55.40,0) kam als Zehnter ins Ziel. Die entscheidende Attacke um die Albstadtmeisterschaft hatte Beck hinauf auf das Lerchenfeld gesetzt und sich so den Titel von Ziegler zurückgeholt. Vor den beiden Lokalmatadoren landeten auf Rang drei Jochen Käß (2:51.19,1/Team Centurion Vaude), der den immer müder werdenden Schelb (2:52.01,2/Stop&Go) noch einholte. Der Deutsche Meister sicherte sich Platz vier vor Matthias Alberti (2:52.06,3/Texpa-Simplon), Sascha Weber (2:52.12,5/ MalojaRockyMountain) und Martin Frey (2:54.24,7/Bulls). Neunter wurde Simon Stiebjahn (2:55.25,8/Bulls).

„Alle haben gesagt, die Stimmung sei unglaublich hier. Ich denke, die Veranstaltung wird ihrem Ruf gerecht. Die vielen Zuschauer sind sehr motivierend“, hatte der Schweizer Sieger ein Extralob für das Albstädter Publikum übrig und kündigte im nächsten Atemzug direkt an: „Ich komme wieder!“

Iris Bächle verteidigt ihren Titel:

Verena Huber gewann die Damen-Konkurrenz des Albstädter Bike-Marathons. 3:23.36,2 Stunden benötigte die jb-Brunex-Felt-Fahrerin für 83 Kilometer und 2000 Höhenmeter. Dabei musste sie bereits nach fünf Kilometer von der Zweitplatzierten Kim Anika Ames (3:24.17,4 Stunden/Herzlichst Zypern) abreißen lassen. „Bei mir ging am Anfang gar nichts“, resümierte Huber. Doch die Siegerin steigerte sich und fuhr bis Kilometer 60 zu Ames auf. Danach lieferten sich die beiden einen Zweikampf, den Huber auf am letzten Anstieg für sich entschied. Dritte wurde Vorjahressiegerin Gabi Stanger (3:31.03,4/Centurion Vaude).

„Ich bin total zufrieden mit dem Platz“, meinte Stanger. Auf Rang vier fuhr Lisa Sulzberger (3:34.43,2/Expoline-Radhaus Winterlingen), den fünften Platz belegte Alina Bähr (3:45.58,2/SC Hausach) und als Sechste kam Andrea Biecker (3:50.33,5/ SCO-Aktiv-Team) in Ebingen an. Siebte und gleichzeitig wieder Albstadtmeisterin wurde Iris Bächle (3:51.37,1/Assa Abloy). „Ich habe mir jeden schnellen Mann geschnappt, – mein Freund mag es mir verzeihen – an dem ich dran bleiben konnte und habe gebissen. Und es hat geklappt“, sagte eine glückliche Titelverteidigerin. mz

Steinhart erneut der Sprintsieger:

Albstadt. Tobias Steinhart vom Gonso-Simplon Racing Team der RSG Zollern-Alb entwickelt sich beim Bike-Marathon zum Seriensieger in Sachen Sprintwertung. Wie schon im Vorjahr absolvierte der Rottweiler den Aufstieg in Onstmettingen am schnellsten, 14,1 Sekunden brachten den Sieg in der Sonderwertung. Schnellste Dame an der Schanze war Kim Anika Ames (Team Herzlichst Zypern), die 26,4 Sekunden für den Anstieg benötigte.lb

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