boso Ladies Open Niemaier überrascht erneut

Jule Niemeier aus Dortmund setzte sich am Dienstag gegen die Rumänin Cristina Dinu deutlich mit 6:1, 6:4 durch und steht damit im Hauptfeld der 21. boso Ladies Open.
Jule Niemeier aus Dortmund setzte sich am Dienstag gegen die Rumänin Cristina Dinu deutlich mit 6:1, 6:4 durch und steht damit im Hauptfeld der 21. boso Ladies Open. © Foto: Eibner
Hechingen / Daniel Drach 08.08.2018
Die junge Deutsche schaffte am Dienstag genau wie Titelverteidigerin Tamara Korpatsch den Sprung ins Hauptfeld der 21. boso Ladies Open.

Nach der Hitzeschlacht an den ersten beiden boso-Ladies-Open-Tagen fiel am Dienstag ein Großteil der geplanten Matches ins Wasser. Die angesetzten Hauptfeldpartien wurden auf Mittwoch (ab 11 Uhr) verlegt.

Andauernde Regenfälle verhinderten einen geregelten Ablauf des Tennisturniers unter der Burg Hohenzollern. Umso mehr Betrieb herrschte hinter den Kulissen. Doch der Reihe nach: Wie geplant, begannen die ersten beiden Qualifikations-Endspiele um 12 Uhr, eine Stunde später folgten die beiden weiteren Finals. Die Deutsche Jule Niemeier, welche auf dem Center Court gegen die an Nummer vier gesetzte Cristina Dinu eröffnet hatte, stand bereits kurz vor der Entscheidung (6:1, 4:4), Titelverteidigerin Tamara Korpatsch war im deutsch-deutschen Duell gegen Katharina Gerlach erst acht Minuten auf dem Platz – da setzte der Regen ein.

Es sollte eine viereinhalbstündige Regenunterbrechung folgen. „Man hatte sich heute zunächst sogar über ein bisschen Regen gefreut“, so Turnier-Direktor Thomas Bürkle, in Anbetracht der hohen Temperaturen der Vortage, „dass es sich so einregnet, hatten wir nicht auf dem Schirm.“ Alle 30 Minuten wurde sowohl die Wetterlage, als auch die Plätze begutachtet und neu über den Fortgang entschieden. Mehrfach blieb es dabei für einige Zeit trocken, sodass durch die Arbeit der eifrigen Helfer bis zu drei Plätze wieder spielbereit gewesen wären, ehe der Himmel erneut seine Schleusen öffnete. Einige Spielerinnen, wie Carina Witthöft, die ohnehin erst am Donnerstag aufgeschlagen hätte, nutzten die Zeit, um in der Halle zu trainieren. Andere warteten im Gastrobereich oder der Players Lounge geduldig auf ihr Match.

Um 16 Uhr wurden die Doppel abgesagt. Die Plätze standen zum Teil derart unter Wasser, dass die kurzen Regenpausen nicht ausreichten, um diese wieder bespielbar zu machen. Dennoch war ein Gang in die Halle noch keine Option. Nichtsdestotrotz verharrten viele Tennis-Fans lange auf der Anlage am Weiher, warteten geduldig auf die Fortsetzung der Partien – und wurden schließlich auch belohnt. Zwar war bereits gegen 17 Uhr klar, dass die geplanten Hauptfeld-Auftaktspiele um einen Tag verschoben werden, doch zumindest die Qualifikation sollte noch beendet werden. „Das war wichtig, damit wir auch einen Spielplan haben, der für alle fair bleibt“, so Bürkle, „aber noch ist alles im grünem Bereich, da wir noch einen Tag Puffer haben.“

Um 17.30 Uhr zeigte sich wieder die Sonne. Nach der langen Pause schlug die 18-jährige Niemeier wieder gegen die favorisierte Rumänin Dinu auf. Es dauerte lediglich sechs Minuten, ehe sich die junge Deutsche den ersten Matchball erspielte und diesen auch umgehend zum 6:1, 6:4-Erfolg nutzte. Neben Niemeier gelang auch Vorjahressiegerin Korpatsch der Sprung ins Hauptfeld. Die topgesetzte Hamburgerin gewann ihr Endspiel gegen Gerlach nach knapp eineinhalb Stunden mit 6:3, 6:2.

Außerdem qualifizierten sich mit Varvara Flink (Russland) und Anastasia Zarycka (Tschechien) die Nummer zwei und drei der Quali-Setzliste für die erste Hautfeldrunde.

Vecic gibt Wildcard zurück

Die 16-jährige Tennis-Hoffnung Alexandra Vecic, die für den Veranstalter TC Hechingen in der Juniorinnen-Württembergliga aufschlägt, musste die Qualifikations-Wildcard kurzfristig zurückgeben. „Sie war in der Schweiz bei einem Jugend-Cup am Start“, sagte Turnier-Direktor Thomas Bürkle, „dort hat sie die Hauptrunde erreicht, sodass es Vecic am Sonntag zum Quali-Auftakt nicht nach Hechingen geschafft hat.“

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