Hechingen/Mössingen / swp  Uhr
Kelmen de Carvalho von der LG Steinlach-Zollern siegte bei den Landesmeisterschaften der U18/U23-Leichtathleten.

Bei den Baden-Württembergischen U18/U23-Meisterschaften der Leichtathleten in Heilbronn traten die U 18-Mehrkämpfer Kelmen de Carvalho, Lukas Ertl und Finn Schulz von der LS Steinlach-Zollern alle im Diskuswurf an, Finn zudem noch im Stabhochsprung und Kelmen noch im Weitsprung.

Während der Hechinger Kelmen de Carvalho durchaus Chancen auf eine Medaille hatte, ging es für Finn und Lukas um das Erreichen des Endkampfs. Bereits im Einwerfen taten sich die Jungs mit dem extrem rutschigen Ring schwer und hatten Probleme, gute Würfe zu zeigen. So stiegen Kelmen und Lukas mit einem ungültigen Versuch in den Wettkampf ein. Finn erwischte einen ordentlichen Wurf auf 35,64 Meter. Im zweiten Versuch stellte Kelmen de Carvalho dann sein Können unter Beweis. Er schleuderte die 1,5-Kilogramm-Scheibe auf 51,31 Meter und übernahm die Führung. Finn Schulz ging nach dem ersten gültigen Versuch etwas mehr Risiko und fiel aus dem Ring. Auch Lukas Ertl hatte weiterhin Probleme, und so konnte auch er seinen Wurf nicht im Ring halten. Kelmen hatte sich inzwischen gut an den Ring gewöhnt und warf nochmal Bestleistung mit 52,93 Metern. Damit war ihm der Meistertitel sicher. Nun fehlt ihm nur noch ein knapper Meter auf den Tübinger Kreisrekord seines Trainers Niklas Kretschmer. Mit dieser Weite schiebt sich der junge Hechinger auf Platz 13 in Deutschland und Platz 1 in Württemberg. Finn und Lukas kamen mit dem Ring nicht mehr zurecht und schafften keinen gültigen Versuch mehr.

Im Stabhochsprung war die Einstiegshöhe 3,40 Meter. Keine leichte Aufgabe für Finn Schulz, der seine Bestleistung dieses Jahr auf 3,60 Meter verbessert hat. Dazu kam, dass ihm die Stäbe zu weich wurden und er so keine Chance hatte, die 3,40 Meter zu überspringen.

Kelmen de Carvalho testete nachmittags noch im Weitsprung. Er startete mit zwei technisch schwachen Versuchen in den Wettkampf. Um den Endkampf zu erreichen, musste er im dritten Versuch deutlich auf seine Weite draufpacken. Nervenstark wie immer, gelang ihm dies auch. Mit 6,48 Metern sprang er 20 Zentimeter weiter als jemals zuvor bei regulärem Wind. Damit sicherte er sich den fünften Platz in einer starken Konkurrenz.

Tim Holzapfel musste bereits vor dem geplanten 400-Meter-Hürden Start aufgeben, da er sich erneut verletzt hatte.