Hechingen Ladies Open: Anna Gabric meistert erste Runde in drei Sätzen

Die Italienerin Ludmilla Samsonova hätte nach ihrer Niederlage gegen Landsfrau Deborah Chiesa in der Quali der Ladies Open eigentlich ihre Koffer packen müssen. Doch Samsonova darf noch bleiben. Als Lucky Loser rückt sie ins Hauptfeld nach und trifft erneut auf Chiesa.
Die Italienerin Ludmilla Samsonova hätte nach ihrer Niederlage gegen Landsfrau Deborah Chiesa in der Quali der Ladies Open eigentlich ihre Koffer packen müssen. Doch Samsonova darf noch bleiben. Als Lucky Loser rückt sie ins Hauptfeld nach und trifft erneut auf Chiesa. © Foto: Eibner
Hechingen / Daniel Drach 09.08.2017

Die Qualifikation ist beendet, das Hauptfeld griff am Dienstag ebenfalls ins Geschehen ein. Spätestens jetzt sind die 20. boso Ladies Open in vollem Gange. Trotz durchwachsenem Wetter konnte der Spielplan durchgezogen werden.

Zunächst wurden am Dienstag in Hechingen die Finalspiele der Qualifikation ausgetragen. Dabei schaffte die topgesetzte Deutsche Tamara Korpatsch den Hauptfeldeinzug. Zwar leistete sich die Nummer 132 der Weltrangliste einen Fehlstart mit zwei Breaks gegen sich, schaffte es aber die Partie noch zu drehen. Nach zwei umkämpften Sätzen siegte Korpatsch mit 6:4, 7:6. Neben der Deutschen schafften es auch Greta Arn (Ungarn), Nicoleta Dascalu (Rumänien) und Deborah Chiesa (Italien) über die Quali ins Hauptfeld. Kurios: Ludmilla Samsonova unterlag ihrer Landsfrau Chiesa, sicherte sich jedoch als Lucky Loser ebenfalls noch einen der 32 Startplätze – nun treffen beide in der ersten Runde erneut aufeinander.

„Für Korpatsch hat sich der Aufwand jetzt erfreulicherweise gelohnt“, so Turnier-Direktor Thomas Bürkle. Immerhin hätte die Deutsche nach Weltranglisten-Platz direkt im Hauptfeld starten können, hätte sie nicht vergessen zu melden. „Auch Greta Arn hat sich durchgesetzt“, zeigte sich Bürkle zufrieden, „es war also die richtige Entscheidung, ihr die Wildcard zu geben.“

Die Auftaktpartie des Hauptfelds war aus deutscher Sicht dann ebenfalls erfolgreich. Anna Gabric bezwang die Mexikanerin Renata Zarazua nach drei Sätzen mit 6:2, 2:6, 6:1. Dabei liegt die 19-jährige Deutsche mit Weltranglistenplatz 853 mehr als 600 Ränge hinter Zarazua (Platz 249). Eine weitere Überraschung ereilte der an fünf gesetzten Türkin Ipek Soylu. Nach einem 0:4-Fehlstart gegen die Georgierin Sofia Shapatava musste sich die Favoritin dieser schlussendlich mit 4:6, 6:0, 2:6 geschlagen geben.

Neben Anna Gabric bestritten am Dienstag zwei weitere deutsche Spielerinnen ihr Auftaktmatch. Für Lena Rüffer waren die Ladies Open bereits nach einer guten Stunde beendet. Die Bulgarin Isabella Shinikova setzte sich mit 6:2, 6:4 durch. Auch für Antonia Lottner reichte es nicht für die zweite Runde. Die 20-Jährige ging gegen die Slowakin Chantal Skamlova zwar zunächst mit 2:0 in Führung, gab den ersten Satz dann aber mit 2:6 ab. Nachdem der Deutschen durch ein 6:3 der Satzausgleich gelang, ging der dritte Satz dann aber wieder mit 6:3 an Skamlova. Keine Blöße gab sich indes die Top-Favoritin Richel Hogenkamp (Niederlande). Die Nummer 94 der Weltrangliste benötigte für ihren Erstrunden-Erfolg über die Italienerin Camilla Rosatello nur 56 Minuten. Letztlich siegte sie mit 6:1, 6:3.

Mit der Russin Anna Kalinskaya steht auch die Nummer vier der Setzliste in der zweiten Runde. Die 18-Jährige legte gegen die für den TEC Waldau Stuttgart spielende Polin Katarzyna Piter stark los und entschied den ersten Durchgang mit 6:2 für sich. Zwar kämpfte sich die 26-Jährige mit einem 6:3 im zweiten Satz zurück in die Partie, doch im Entscheidungssatz behielt die Russin mit 6:3 die Oberhand.

Topgesetztes Duo sagt ab

Auch die ersten Doppel wurden am Dienstag bei den Ladies Open ausgetragen. Dabei mussten die Veranstalter einen kleinen Wermutstropfen hinnehmen. Denn das in der Doppelkonkurrenz an Nummer eins gesetzte Duo IpekSolyu (Türkei)/Lidziya Marozava (Weißrussland) zog kurzfristig zurück.

„Solyu hat sich leider im dritten Satz ihres Einzel-Matches verletzt und konnte so nicht antreten“, berichtet Ladies Open-Organisator Thomas Bürkle. Dennoch zeigte sich Bürkle mit den ersten Tagen der Jubiläums-Ausgabe zufrieden. „Wir hatten eine Quali auf hervorragendem Niveau und auch jetzt haben wir trotz der Absagen noch genügend Qualität in der Breite und der Spitze. Auch mit der Zuschauerresonanz konnten die Veranstalter nicht hadern. „Trotz des durchgehenden Nieselregens war wirklich viel los“, so der Turnier-Direktor, der sich ohnehin keine Sorgen ums Wetter macht, „erst, wenn wirklich zwei Tage komplett ins Wasser fallen würden, müssten wir in die Halle ausweichen.“ Im Doppel gab es aus deutscher Sicht noch eine Erfolgsnachricht. Vivian Heisen, die in den vergangenen zwei Jahren im Doppel-Finale stand, erreichte mit Luisa Stefani (Brasilien) die zweite Runde. dra

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