Radsport Jungingerin Alessa Pröpster löst WM-Ticket

Vier Medaillen um den Hals und ein Traum, der wahr wird: Alessa- Catriona Pröpster aus Jungingen fährt im August zur Junioren-WM.
Vier Medaillen um den Hals und ein Traum, der wahr wird: Alessa- Catriona Pröpster aus Jungingen fährt im August zur Junioren-WM. © Foto: Klaus Pröpster
Jungingen / HZ 17.07.2018
Karrierehöhepunkt für die 17-jährige Alessa-Catriona Pröpster: Im August geht’s zur Junioren-WM nach Aigle (Schweiz).

Im rheinland-pfälzischen Dudenhofen fand die Deutsche Meisterschaft der Bahnradsportler statt. Alessa-Catriona Pröpster aus Jungingen räumte dabei drei Silber- und eine Bronzemedaille ab und sicherte sich zugleich die Teilnahme an der Junioren-WM.

Alessa-Catriona Pröpster (RSC Ludwigshafen/RG Bahn-Team Rheinland-Pfalz) war vom Rheinland-Pfälzischen Radsport-Verband für die Deutsche Meisterschaft nominiert worden. Das 17-jährige Nachwuchstalent startet in der Klasse Juniorinnen U 19 und ist Mitglied des Sprint-Nationalkaders. Die Wettbewerbe wurden auf dem generalsanierten Betonoval in Dudenhofen ausgetragen. Das schnellste Betonoval Deutschlands hat eine Rundenlänge von 250 Meter und eine Bahnneigung bis zu 42 Grad.

Am Donnerstag stand der 500- Meter-Sprintlauf auf dem Programm. Die großgewachsene Killertälerin sorgte in ihrer Paradedisziplin gleich für den ersten Paukenschlag. Mit einer Zeit von 35,9 Sekunden errang sie hinter Dauerrivalin Lea Sophie Friedrich (RST Dassow) den Vizetitel.

Einen Tag später stand der Japanische Kampfsprint – auch Keirin genannt – auf dem Programm. Wieder reihte sich Pröpster an zweiter Stelle hinter Friedrich ein. Christine Sperlich (SV Sömmerda) komplettierte das Podest.

Am Samstag wurde der Team-Sprint ausgetragen. Alessa Pröpster ging dabei zusammen mit U 17-Fahrerin Sophie Deringer (RV Dudenhofen/RG Bahn-Team Rheinland- Pfalz) an den Start. Die Erwartungen und Hoffnungen auf den DM-Titel waren spürbar. Am Ende fehlten dem jüngsten Team allerdings sieben Hundertstelsekunden zum Erreichen des Finales. Somit mussten sie sich hinter Friedrich/Neumann und Sperlich/Götze mit der Bronzemedaille begnügen.

Zum Abschluss am Sonntag musste die Jungingerin in der 200-Meter-Qualifikation ihr Können unter Beweis stellen. Mit einer Zeit von 11,708 Sekunden war sie lediglich zwei Zehntelsekunden langsamer als Friedrich und belegte wiederum Platz zwei. Im anschließenden Sprint-Halbfinale setzte sich die Killertälerin dann in zwei Gewinnläufen gegen ihre Dauerrivalin Emma Götze (RV Elxleben) souverän durch. Wie erwartet hieß das Finale Friedrich gegen Pröpster. Trotz guter Taktik und großer Gegenwehr Pröpsters setzte sich Lea Sophie Friedrich sich in zwei Gewinnläufen gegen die ehemalige RSG-Zollern-Alb-Fahrerin durch. So musste sich Alessa Pröpster erneut mit Silber begnügen.

Die 17-Jährige war zufrieden. „Vier Disziplinen, vier Medaillen – alles gut“, bilanzierte sie. Zufrieden war auch Bundestrainer Jörg Winkler. Der honorierte die Leistungen und übergab der Jungingerin die schriftliche Einladung des Bundes Deutscher Radfahrer für die Junioren-WM im schweizerischen Aigle vom 15. bis zum 19. August.

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