Und das tat der Syrer an Tag drei des 23. Hohenzollern-Reitturniers in Bisingen. Auf „Galina“ holte sich der Herrenberger beim S**-Springen mit Joker Rang eins. „Ich hatte ein flüssiges Tempo, habe den schwierigen ersten Sprung gut gemeistert und den Rhythmus gehalten“, sagte ein freudestrahlender Sieger. Vor dem letzten Hindernis, dem Joker, habe er und sein Pferd die Ruhe bewahrt.

Wie Alsheha hatten sechs weitere Pferdesportler die Maximalausbeute von 65 Punkten erreicht, sodass letztlich die Zeit den Ausschlag gab. „Es war ein sehr hohes Niveau“, sagte Turnierorganisatorin Catrin Meiser-Feyrer. Alshehab war in 47,96 Sekunden 51 Hundertstel schneller als der zweitplatzierte Pfullinger Tim Hoster auf „Carisma Can Fly“.

Jennifer Taxis kommt auf Rang sieben

Die beste Starterin aus dem Zollernalbkreis war Jennifer Taxis mit „Chikas Way“ auf Rang sieben. Die Pferdesportlerin vom PS-Team Winterlingen kam zwar ebenfalls auf 65 Zähler, war aber von denen mit der Höchstpunktzahl die Langsamste. Nicht ganz so rund lief es bei ihrem Mannschaftskollegen Andy Witzemann. Wie viele andere trat auch er mit zwei Pferden an. Zunächst ging der Winterlinger mit „Crash“ an den Start.

„Ich war ziemlich früh dran und ich wusste, dass Schnelle hinterherkommen. Dann haben wir ein bisschen viel riskiert“, erzählte Witzemann. Beim Joker riss die Stange. Somit musste er alles in den zweiten Versuch legen. Mit „Casallino“ wollte er es nun besser machen. „Er sprang fantastisch“, lobte Witzemann sein Pferd. Rang eins peilten die beiden an. „Dafür musste ich den Oxer ganz schräg nehmen“, erzählte er. Das machten die beiden schließlich – ohne Erfolg.

Witzemann nimmt es sportlich

Die Stange fiel, der Sieg und eine vordere Platzierung waren dahin. „Hätte ich weiter ausgeholt, hätte er die Stange vielleicht geschafft, dann wäre ich vielleicht Vierter oder Fünfter gewesen“, meinte der Lokalmatador, der mit Platz 15 vorliebnehmen musste. „Wie sagt man schön? Alles riskiert, alles verloren. Aber das ist so in dem Sport“, nahm es Witzemann sportlich. Allerdings kennt er dann sicherlich auch eine andere Redewendung, die da heißt: neues Spiel, neues Glück. „Das Springen war zwar auch schon wichtig, aber die wichtigsten Springen kommen jetzt erst“, blickt Witzenmann auf den BW-Bank-Cup (20.15 Uhr) am Samstag und den Großen Preis am Sonntag (15.30 Uhr).

Viele Konkurrenten um Platz eins

Dann ist sein „Nummer-eins-Pferd“, wie er Cassadero nennt, am Start. „Da werden wir angreifen und hoffen, dass wir was gewinnen können“, gibt sich der Winterlinger kämpferisch. Und die Konkurrenten? Davon gebe es viele, meint Witzemann. Sowohl heute als auch am Sonntag sei die Hälfte des Starterfelds gut genug, um so ein Springen zu gewinnen. Die Erfolgsfaktoren: „Es kommt auf das Glück, die physische Fitness und die Konzentration an, dass man im Stechen die Wendungen gut erwischt und schnell genug ist.“

Erfolgreich war am Freitag seine Tochter Carla, die beim Springreiterwettbewerb den zweiten Platz belegte. Emma und Larissa Pufke (beide RSZ Hohenzollern) folgten auf den Plätzen drei und vier. Oskar Rauscher (PSV Onstmettingen) kam auf Rang fünf und Hanna Sülzle (RSZ Hohenzollern) wurde Siebte.