Handball HBW: Glanzloser Heimerfolg gegen den Aufsteiger

Der HSV Hamburg machte dem HBW Balingen-Weilstetten am Freitag das Leben schwer. Trotz zwischenzeitlicher Zitterphasen konnten sich die „Gallier von der Alb“ aber am Ende durchsetzen.
Der HSV Hamburg machte dem HBW Balingen-Weilstetten am Freitag das Leben schwer. Trotz zwischenzeitlicher Zitterphasen konnten sich die „Gallier von der Alb“ aber am Ende durchsetzen. © Foto: Moschkon
Balingen / Larissa Bühler 02.09.2018
Der erste Sieg der Zweitliga-Saison ist geschafft. Mit 32:29 (18:14) setzte sich der HBW Balingen-Weilstetten am Freitagabend gegen den Aufsteiger HSV Hamburg durch. Gänzlich überzeugend war die Leistung der Schwaben aber nicht.

Nach der unglücklichen Niederlage in Lübeck sicherte sich der HBW Balingen-Weilstetten am Freitag mit 32:29 gegen den HSV Hamburg die ersten Punkte. „Das war unangenehm zu spielen“, bilanzierte Trainer Jens Bürkle.

Schon nach wenigen Sekunden zeichnete sich in der Sparkassen-Arena erstmals Balingens Neuzugang Romas Kirveliavicius aus, der nach Zuspiel von Kapitän Martin Strobel aus dem Rückraum zum 1:0 traf. Für Hamburg verlief der Start erst einmal weniger glücklich. Der erste Versuch des HSV war für HBW-Keeper Tomas Mrkva kein Problem, beim Konter der Schwaben war aber auch sein Gegenüber Justin Rundt zur Stelle. Und im Gegenzug schaffte dann Philipp Bauer doch den Ausgleich für den HSV (1:1/2.).

Zweimal legte der HBW noch vor, doch die Hanseaten egalisierten beide Male. Und als Strobel dann beim Abschluss scheiterte, nutzten die Norddeutschen die Chance. Christopher Rix startete durch und netzte zum 4:3 für den HSV (6. Minute). Die gut zupackende HSV-Abwehr stellte die Schwaben in der Folge vor Probleme, forderte jedoch auch bei den Gästen ihren Tribut. Blazenko Lackovic kassierte eine frühe Zeitstrafe, Oddur Gretarsson beendete per Siebenmeter die kurze Torflaute der Hausherren. Und nach einer Parade von Mrkva egalisierte „Kiwi“ wieder den Spielstand (5:5/8.).

In den nächsten Minuten erarbeiteten sich nun die Schwaben einen knappen Vorsprung – auch weil Mrkva mehrere Versuche der Gäste entschärfte (10:7/14.). In Überzahl – Kirveliavicius saß gerade eine Zeitstrafe ab – drehte Hamburg aber wieder auf, schaffte mit drei Toren in Folge den Ausgleich zum 10:10 (17.). Am Spielverlauf änderte sich dadurch in der Folge insgesamt allerdings wenig. Der HBW legte vor, Mrkva zeigte eine um die andere Parade – doch entscheidend abhängen konnten die „Gallier von der Alb“ den HSV nicht (16:13/26.). Kurz vor der Pause zückte Jens Bürkle dann noch den grünen Karton. René Zobels Versuch fand allerdings nicht das Ziel und so ging es mit 18:14 in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff verkürzte der HSV erneut, Gregor Thomann stellte jedoch umgehend den alten Abstand wieder her. Und wenig später gelang dann doch der Fünf-Tore-Vorsprung. Nach einer Parade von Mrkva erzielte Lars Friedrich das 21:16 (33.). Dann fing sich Kirveliavicius die zweite Zeitstrafe ein, doch seine Teamkollegen wahrten die Führung auch in Unterzahl. Hamburg kämpfte mit harten Bandagen und verteidigte nun etwas offensiver. Allerdings: Im Abschluss haperte es beim HSV, auch weil Mrkva ein klasse Spiel machte. So verteidigten die Schwaben ihren Vorsprung, nach knapp 40 Minuten netzte Kapitän Strobel zum 23:18.

Doch wieder verkürzte der HSV – und nun musste Niemeyer für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Balingen-Weilstetten überstand die Situation allerdings unbeschadet, konnte vielmehr dank einem verwandelten Siebenmeter von Gretarsson den Vorsprung wieder auf fünf Tore stellen. Doch Bürkle wollte mehr, bat zur zweiten Auszeit. Die Lücke im Defensivverbund der Gäste fanden die Schwaben zwar zunächst nicht, Gretarsson blieb vom Punkt allerdings treffsicher (25:19/44.).

In den Schlussminuten kämpfte sich Hamburg dann wieder auf zwischenzeitlich bis zu drei Tore heran (31:28/58.), ernsthaft gefährlich wurde es für Balingen-Weilstetten aber nicht mehr. Die „Gallier“ brachten den Vorsprung über die Zeit, setzten sich schließlich mit 32:29 durch. „Es war wichtig, dass die erfahrenen Spieler vorangegangen sind“, stellte Bürkle nach dem Abpfiff klar und Mrkva betonte: „Die Punkte sind das was zählt.“

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