Handball HBW siegt in Wilhelmshaven

Nur in den Anfangsminuten konnte der Wilhelmshavener HV mit dem HBW Balingen-Weilstetten mithalten. Dann nutzten die „Gallier“ die Fehler der Gäste immer wieder aus.
Nur in den Anfangsminuten konnte der Wilhelmshavener HV mit dem HBW Balingen-Weilstetten mithalten. Dann nutzten die „Gallier“ die Fehler der Gäste immer wieder aus. © Foto: Moschkon
Balingen / Marcus Arndt 14.05.2018
Gegen Wilhelmshaven setzte sich der Balinger Handball-Zweitligist mit 31:24 durch.

Mit drei Siegen in Serie hat sich der Balinger Zweitligist auf Rang fünf verbessert. Vor den schwierigen Spielen gegen Meister Bergischer HC, Schwartau und Bietigheim setzte sich der HBW ungefährdet mit 31:24 gegen den Wilhelmshavener HV durch.

Das Fehlen von Kapitän Martin Strobel kompensierten die „Gallier von der Alb“ mit einer geschlossenen Teamleistung. „Ich bin sehr zufrieden“, bilanzierte der HBW-Kommandogeber knapp, um nach einer kurzen Denkpause ins Detail zu gehen. „Wir hatten eine sehr gute Torwartleistung, und es war auch schön, dass Simen zurück ist. Gregor hatte eine unfassbare Quote (zehn Tore bei zwölf Versuchen, Anm. d. Red.)“, erklärte der Sportwissenschaftler. Er fügt hinzu: „Martin war leicht angeschlagen – und wir konnten ihn dann rausnehmen. Die jungen Spieler haben das richtig gut gemacht.“

Im Duell der beiden ehemaligen Erstligisten gingen beide Mannschaften in den Anfangsminuten ein enorm hohes Tempo. WHV-Mittelmann Janik Köhler spielte einen richtig schnellen Ball – doch die Jadestädter leisteten sich viele schlechte Pässe und hatten Wurfpech. Auf der Gegenseite tat sich die junge Balinger Truppe gegen die kompakte 6:0-Abwehr der Gäste, welche wenig zuließ, zunächst schwer. Nach einem Thoann-Doppelpack führte dennoch der HBW knapp mit 3:2 (6. Minute). Per Siebenmeter egalisierte Kay Smits. Mit einem 3:0-Lauf sorgten die „Gallier von Alb“ für klare Verhältnisse auf der Platte. Symptomatisch für diese Phase: In Überzahl traf Balingens Keeper Tomas Mrkva ins leere Tor der Norddeutschen zum 6:3 (11.).

Wilhelmshaven wehrte sich. Nichtsdestotrotz sah Gästetrainer Christian Köhrmann zwingend Gesprächsbedarf, zückte nach 15 Minuten die Grüne Karte. Ohne Erfolg. Mit seinem fünften Tor baute Thomann den Vorsprung weiter aus: auf 8:4 (17.). Köhrmann stellte um, brachte René Drechsler im rechten Rückraum. Der 27-Jährige traf dreimal in Folge, während Balingen-Weilstetten offensiv ganz blass blieb. Bürkle reagierte rasch, nahm die Auszeit. Nach fünf torlosen Minuten netzte Simen Schönningsen zum 10:8 – wirklich überzeugend war der Auftritt des Bundesliga-Absteigers allerdings nicht. Valentin Spohn zog die nächste Fahrkarte. Dadi Runarsson mit viel Übersicht und Schönningsen stellten schließlich den alten Vier-Tore-Abstand wieder her (12:8/26.). Thomann schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe, traf nach feinem Anspiel des Norwegers zum 13:8 (26.). Zur Pause hieß es 15:9. „Beim 8:9 waren wir dran, aber wir hatten immer wieder Knackpunkte“, analysierte Köhrmann und verwies auf zwei Überzahlsituationen, die der Tabellen-16. nicht nutzte. „Das war dann nicht nur ein Fehler“, so der frühere Nationalspieler weiter, „sondern immer zwei oder drei. Deshalb war es dann zur Halbzeit auch so deutlich.“

Nach dem Seitenwechsel netzte Thomann – aus spitzem Winkel – zum 16:9 (31.). Der WHV fand nicht mehr statt. Toptorjäger Tobias Schwolow blieb weiter ungewohnt wirkungslos. Trotz Unterzahl dominierte der HBW, erhöhte auf 19:10 (34.). Köhrmann versuchte es in der Folge mit zwei wuchtigen Kreisläufern, welche die Balinger Defensivabteilung vor Probleme stellten. Auch vorne lief es nicht mehr rund und Wilhelmshaven verkürzte auf 18:24 (48.). Auszeit HBW – Bürkle justierte nach. Zweistellig wurde es aber nicht. Die Kreisstädter machten einfach zu viele Fehler. Mit einem schönen Heber von Jannik Hausmann knackte der HBW zumindest die 30-Tore-Marke, kassierte aber zu viele Gegentreffer. „Jetzt warten noch zwei schwierige Auswärtsspiele – und auch zu Hause gegen Schwartau wird es schwer“, blickte Thomann voraus, „aber wir haben einen guten Lauf, und es wäre natürlich schön, wenn wir noch weit nach vorne kommen würden.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel