Handball HBW mit knapper Niederlage zum Rundenstart

Wie schon in der Vorsaison musste sich der HBW Balingen-Weilstetten beim VfL Lübeck-Schwartau geschlagen geben. Beim 22:25 lief jedoch auch einiges gut bei den Schwaben.
Wie schon in der Vorsaison musste sich der HBW Balingen-Weilstetten beim VfL Lübeck-Schwartau geschlagen geben. Beim 22:25 lief jedoch auch einiges gut bei den Schwaben. © Foto: Eibner
Balingen / Larissa Bühler 27.08.2018
Beim VfL Lübeck-Schwartau mussten sich die „Gallier von der Alb“ mit 22:25 (13:11) geschlagen geben.

Jens Bürkle war am Samstag- abend nicht unzufrieden. „Wir hatten einige gute Szenen“, betonte der HBW-Komman- dogeber. Doch trotz einer längeren Führung in Durchgang zwei ging sein Team in Lübeck schließlich leer aus.

Schon der Start in die Begegnung lief für den HBW Balingen-Weilstetten nicht optimal. Der erste Versuch der Schwaben verpuffte, auf der Gegenseite ließ sich Lübeck-Schwartau viel Zeit, scheiterte dann aber an Tomas Mrkva. Per Siebenmeter erzielte Gregor Thomann den ersten HBW-Treffer der Zweitliga-Saison (2. Minute). Auch der VfL tat sich im Angriff schwer, erst nach knapp vier Minuten sorgte Pawel Genda für den Ausgleich der Hausherren. Der HBW zog die nächste Fahrkarte – und Fynn Ranke besorgte die Führung für den VfL (2:1/5.).

Anschließend gab es wieder keinen Treffer für den HBW, sondern einen herben Rückschlag. Markus Hansen hatte sich schon fast durchgekämpft, Benjamin Meschke packte hart zu – und wurde für das Foul mit der Roten Karte bestraft. „Das hat unsere Taktik über den Haufen geworfen“, räumte Bürkle ein. Doch die Schwaben ließen den Kopf nicht hängen. Marcel Niemeyer kam nun statt Meschke ins Spiel – und der Zwei-Tore-Vorsprung der Hausherren hatte nicht lange bestand. Zwar scheiterte Thomann nun beim Siebenmeter an Dennis Klockmann, doch auch Mrkva zeigte seine nächste Parade. Die Schwaben machten es schnell, René Zobel traf zum 3:4. Und wenig später sorgte Oddur Gretarsson vom Punkt für das 4:4.

Doch die Führung war zunächst nicht drin. Weiter dominierten die Abwehrreihen, Klockmann machte im VfL-Kasten ein gutes Spiel. So konnte sich Lübeck-Schwartau erneut mit zwei Toren absetzen, ehe Romas Kirveliavicius und Niemeyer vom Kreis erneut den Ausgleich schafften (8:8/21.). Und kurz vor der Pause gelang dem HBW dann doch noch die Führung. Genda leistete sich einen Ballverlust, Balingen-Weilstetten startete durch – und Kirveliavicius traf zum 10:9 (24.). In der Defensive konzentrierte sich der VfL nun wohl zu sehr auf den Kreisläufer der „Gallier von der Alb“. Das nutzte erst Diogo Oliveira – und nach einer weiteren Mrkva-Parade sorgte Jannik Hausmann für die erste Zwei-Tore-Führung der Schwaben (10:12/26.). Niemeyer legte weiter vor, Dadi Runarsson erzielte gegen seinen Ex-Klub den 13:11-Pausenstand.

Auch nach dem Wiederanpfiff stand die schwäbische Defensive gut, immer wieder drängten die „Gallier“ die Hausherren ins Zeitspiel. Gretarsson scheiterte beim Strafwurf zwar an Klockmann, Hausmann sicherte sich aber gedankenschnell den Abpraller (12:15/35.). Der VfL-Torhüter, wei?ter auf Betriebstemperatur, parierte wenig später auch den Siebenmeter von Oliveira. Seine Vorderleute nutzten die Situation, Genda erzielte in Unterzahl den Anschlusstreffer (14:15/37.). Noch einmal bauten die Schwaben den Vorsprung aber aus, Niemeyer traf wenig später zum 17:15 – doch dann kam ein Bruch ins Spiel der Schwaben(42.).

Per Doppelschlag besorgte Lübeck-Schwartau den Ausgleich. Bürkle nahm die Auszeit, Niemeyer warf den HBW mit 18:17 wieder in Front (44.). Absetzen konnten sich die „Gallier“ nun aber nicht mehr, vielmehr brachten Klockmann und Genda den VfL zum ersten Mal in Durchgang zwei in Führung. Beim Siebenmeter von Glabisch war Mrkva zwar dran, konnte das 20:18 aber nicht verhindern (48.).

In der Schlussphase wahrte Lübeck-Schwartau auch dank seiner offensiveren Defensive den knappen Vorsprung. Bürkle versuchte alles, seine Maßnahmen brachten aber nicht mehr die erhoffte Wende. So ging es mit einer 22:25-Niederlage zurück nach Hause. „Das ist sehr ärgerlich“, bilanzierte der HBW-Coach. „Wir hatten die Chance auf Punkte.“

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