Handball HBW gewinnt gegen EHV Aue mit 34:26

Beim Mittwoch-Spiel der 2. Bundesliga gewann der HBW Balingen-Weilstetten  gegen den EHV Aue mit 34:26.
Beim Mittwoch-Spiel der 2. Bundesliga gewann der HBW Balingen-Weilstetten gegen den EHV Aue mit 34:26. © Foto: Moschkon
Balingen / SWP 01.11.2018
Beim Mittwoch-Spiel der 2. Bundesliga gewann der HBW Balingen-Weilstetten gegen den EHV Aue mit 34:26.

Am Ende war es eine klare Sache, doch die Sachsen präsentierten sich am Mittwochabend als unbequemer Gegner. Nach der Pause glichen die Gäste noch einmal aus, ehe die Schwaben die Führung sukzessive ausbauten.

„Die zweite Halbzeit hat nicht wirklich Spaß gemacht“, betont EHV-Coach Stephan Swat nach der 26:34-Pleite in der SparkassenArena. „Ob acht Tore am Ende zu hoch sind? Ich denke, so gut waren wir nicht“, räumt sein Balinger Konterpart unumwunden ein. Dieser hatte gerade einmal eine Trainingseinheit, um die „Gallier von der Alb“ auf das Duell mit dem Klub aus dem Erzgebirge vorzubereiten. Da wundert es kaum, dass der 38-Jährige auf seine arrivierten Kräfte setze, mit Martin Strobel in der Mitte sowie den erfahrenen Romas Kirveliavicius und Lars Friedrich auf den Halbpositionen. Die Schwaben be-gannen stark – auch wenn im Abschluss noch die letzte Konsequenz fehlte. Einmal mehr überragend in der ersten Spielphase: Keeper Tomas Mrkva, der dem EHV die ersten Würfe wegnahm. Oddur Gretarsson per Siebenmeter und Friedrich aus zehn Metern sorgten für eine 2:0-Führung nach drei Minuten. Den Zwei-Tore-Vorsprung konservierte der HBW zunächst (4:2/5.), welcher gegen schnelle Sachsen in der Verteidigung unglaublich viel investieren musste. Pech für die Kreisstädter, dass Kirveliavicius nur den Pfosten traf und Aue verkürzte (3:4/8.). In Unterzahl – René Zobel handelte sich eine frühe Zeitstrafe ein – egalisierte Kevin Roch rustikal (4:4/9.). Auf der Gegenseite nagelte EHV-Keeper Vilius Rasimas seinen Kasten zu, während die „Gallier von Alb“ nicht mehr so stabil wirkten wie in den Anfangsminuten. Nach einem 0:5-Negativ-lauf und über sieben torlosen Minuten geriet die Bürkle-Truppe mächtig unter Druck. Strobel verkürzte (5:7/13.) – wirklich rund lief es allerdings nicht beim Ex-Erstligisten. „Gegen diese eingespielte Mannschaft haben wir uns anfangs sehr schwer getan“, sagt Balingens Rechtsaußen Gregor Thomann.

Der ehemalige Erstligist mühte sich weiter gegen einen unbequemen Gegner, der effektiv verteidigte und solide angriff. Beim 8:9 kam der Tabellenvierte wieder in Schlagdistanz (18. Minute). Swat reagierte, bat zur Extrabesprechung an die Seitenlinie. Erfolgreich justierte er nach. Für die Akzente auf der Platte sorgte weiter Eric Meinhardt, der in Durchgang eins nicht zu bremsen war. Jona Schoch glich schließlich zum 11:11 aus (20.) und Gretarsson legte den zwölften HBW-Treffer nach. Nun waren wieder die Schwaben am Drücker, entscheidend setzt sich das Team um Kapitän Strobel aber nicht ab. Die litauische Achse um Benas Petreikis hielt den EHV im Spiel. Zur Pause war der Balinger Vorsprung hauchdünn (17:16).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine enge Kiste – mit zunächst leichten Vorteilen für die Ostdeutschen, welche präsenter auf der Platte waren und weniger Fehler machten. Dennoch führte der HBW weiterhin knapp: mit 20:19 (34.). Eine Monsterparade von Mrkva, Marcel Niemeyer vom Kreis sowie ein Thomann-Konter sorgten schließlich für die Ergebniswende. Niemeyer schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe (23:19/38.). Swat zückte die grüne Karte, um den Rhythmus des HBW zu brechen. Vergebens. Der Schwaben-Express nahm richtig Fahrt auf, während Aue nicht mehr stattfand. Mit 25:20 lagen die „Gallier von der Alb“ nach 41 Minuten vorne. Diese ließen nichts mehr zu, rührten in der Abwehr Beton an und nutzten ihre Möglichkeiten. Jannik Hausmann, welcher klasse konterte, und Kirveliavicius machten früh den Deckel drauf (29:22/49.). „In der zweiten Hälfte haben wir in der Deckung mehr Zweikämpfe gewonnen“, bilanziert Thomann, „das hat den Unterschied gemacht.“ Der war am Ende deutlich – und Geschäftsführer Wolfgang Strobel bilanziert zufrieden: „Wir haben nach der Pause das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“

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