Balingen / Marcus Arndt  Uhr
Der HBW Balingen-Weilstetten erwartet am Wochenende Großwallstadt, Longerich und den ersten Gegner Wetzlar in der SparkassenArena.

Es ist eine Standortbestimmung gegen einen starken Gegner unter Wettkampfbedingungen – für HBW-Coach Jens Bürkle „eine richtig gute Sache“. Auch sein Konterpart Kai Wandschneider hofft auf Erkenntnisse. Der HBW Balingen-Weilstetten erwartet am Wochenende Großwallstadt, Longerich und den ersten Gegner Wetzlar in der SparkassenArena.

„Wir sind in guter Form, die Vorbereitung ist bisher gut gelaufen“, erklärt der HSG-Trainer, „deshalb ist es vielleicht sogar gut, direkt vor dem Heimspiel gegen Lemgo, wenn die Meisterschaftsrunde beginnt, nicht gegen einen Zweitligisten zu spielen, sondern gegen einen guten Aufsteiger, eine eingespielte Mannschaft.“

HSG mit bewährtem Personal

Auch bei der HSG drehten die Verantwortlichen nur marginal am Personalrad. Gegenüber der Vorsaison, welche die Lahnstädter als Tabellenzehnter abgeschlossen haben, wurde der ohnehin stark und breit aufgestellte Kader punktuell aufgewertet: mit Alexander Feld, der vom Ligarivalen Ludwigshafen an die Lahn wechselte.

Der wurfgewaltige Rückraumspieler soll sich mit Filip Mirkulosvki die Einsatzzeiten in der Mitte teilen, kann aber auch von Halblinks für Torgefahr sorgen. Auf der Königsposition besitzen die Grün-Weißen ein unglaubliches Potenzial: mit ganz unterschiedlichen Spielertypen.

Stark besetzter Kader

Der Schweizer Lenny Rubin ist groß und wuchtig, der Schwede Olle Forsell Schefvert schnell auf den Beinen. Stefan Kneer sortiert die Abwehr und organisiert den Gegenstoß. „Er ist ein wichtiger Faktor im HSG-Spiel“, sagt Bürkle über seinen früheren HBW-Teamkollegen, „Stefan ist sehr, sehr erfahren – macht wenig Fehler.“

Ergänzt wird die Rückraumreihe der Grün-Weißen von Stefan Cavor, der auf Halbrechts zu den Besten der Liga zählt. „Eine gewachsene Mannschaft, die auf allen Positionen doppelt und gut besetzt ist“, urteilt der Balinger Übungsleiter.

Die erfolgreiche Arbeit der HSG-Entscheider, die seit vielen Jahren ein sehr gutes Gespür für Transfers haben. „In Wetzlar wird überragende Arbeit geleistet – nicht nur von Kai, sondern von allen.“ Der 59-jährige Hamburger wird auf der Platte von Co- und Torwarttrainer Jasmin Camdzic unterstützt, welcher herausragende Keeper entwickelt hat: den Ex-Kieler Andreas Wolf sowie den Flensburger Benjamin Buric.

Mit dem Deutschen Till Klemke und Tibor Ivanisevic verfügen die Lahnstädter über ein sehr starkes, ganz unterschiedliches Gespann, „das keine Schwächen hat“, wie es der ehemalige Bundesliga-Kreisläufer formuliert.

„Jeder ist froh, dass es losgeht“

Währenddessen sah der 38-Jährige noch Defizite bei den Schwaben, die im finalen Test gegen Bern Muri (Endstand: 27:26) einen müden Eindruck hinterlassen haben. Auch die letzte Gier habe gefehlt, sagt Bürkle unaufgeregt, „aber das ist am Ende der Vorbereitung ganz normal. Im Montagstraining sah das schon wieder ganz anders aus. Jeder ist froh, dass es losgeht.“

Oddur Gretarsson und Gregor Thomann „ganz bewusst geschont“

Die beiden Außen Oddur Gretarsson und Gregor Thomann haben ihre kleinen Blessuren auskuriert – ebenso Lukas Saueressig. „Wir haben sie gegen Bern ganz bewusst geschont“, verrät der 38-Jährige, welcher sogar ein wenig „Resthoffnung hat, dass Jona Schoch dabei ist. Das sah schon ganz vernünftig aus.“

Der abwehraffine Rückraumraumallrounder habe bereits dosiert mit der Mannschaft trainiert, „aber wir werden im Hinblick auf die Punkterunde nichts riskieren.“ Am 22. August startet der HBW in Magdeburg – am 1. September kommt Mit-Aufsteiger Nordhorn-Lingen in die „Hölle Süd“.

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