In der vergangenen Zweitliga-Saison war der HBW die meisten Spiele als Favorit angegangen, nun sind die Schwaben eher der Außenseiter. Das war auch am Donnerstag beim 26:38 auf der Börde nicht anders.

Starker Start

Dass es am Ende so klar werden würde, war zu Beginn der Partie aber ganz und gar nicht abzusehen. Mehr als drei Minuten mussten die Magdeburger nämlich auf den ersten Treffer warten – weil sie auch auf der Platte sehr gastfreundlich waren und erst einmal Bälle am gegnerischen Kreis verschenkten.

Dass ausgerechnet Matthias Musche dabei auch noch einen Siebenmeter verwarf, sagte alles über die Anfangsnervosität der Grün-Roten.

Besser machten es die Schwaben, der HBW legte in der Zwischenzeit dank eines Doppelschlags von Gregor Thomann und einem weiteren Treffer von Lukas Saueressig mit 3:0 vor.

SCM kommt ran

Mehr ließen die Magdeburger jedoch nicht zu. Musche bügelte seinen Fehler aus, im SCM-Tor zeigte Jannick Green die ersten Paraden. Zwei Tore von Marko Bezjak brachten den Ausgleich, ehe Marcel Niemeyer nochmals für den HBW zum 4:3 vorlegte (7. Minute).

Magdeburg egalisierte, der „Gallier“-Kreisläufer sorgte nochmals für die Führung – doch es sollte die letzte für den HBW gewesen sein (4:5/8.).

Direkt davonziehen ließen die Schwaben den Favoriten aber nicht. Beim 8:8 durch René Zobel war der HBW noch immer in Schlagdistanz (17.), selbst eine Zeitstrafe gegen Thomann überstanden die „Gallier“ nahezu unbeschadet.

„Die ersten 20 Minuten waren sportlich richtig gut“, lobt HBW-Trainer Jens Bürkle. „Aber dann haben wir abreißen lassen.“

Rückstand zur Pause

Noch einmal verkürzte Zobel auf 10:11 – dann setzte sich der SCM jedoch ab. Ein 5:0-Lauf verdeutlichte die Verhältnisse in der Getec-Arena, den Rückstand konnte der HBW nicht mehr wettmachen. Mit einer 17:12-Führung gingen die Bördeländer in die Kabine.

„Was mich beeindruckt hat, ist, dass wir nicht gut gestartet sind – aber trotzdem nicht hektisch geworden sind und solide weiter gearbeitet haben“, so SCM-Coach Bennet Wiegert.

Klare Sache nach dem Wiederanpfiff

Der konnte auch in Durchgang zwei durchaus zufrieden sein. Ganz souverän zog Magdeburg sein Spiel durch, Angriff um Angriff rollte Richtung HBW-Tor. „Diese Lawine konnten wir irgendwann nicht mehr stoppen“, räumt Bürkle ein.

Beim 32:22 machte es Tim Hornke zweistellig (51.) – da war längst alles klar.

Nach dem bitteren Auftakt auf der Börde reisten die Schwaben noch in der Nacht zurück. „Wir werden die Niederlage natürlich aufarbeiten“, versichert Bürkle. Die Mannschaft bekommt zunächst zwei freie Tage, „ehe wir einen Tag früher wieder starten“, so der ehemalige Erstliga-Kreisläufer weiter.

Trainingswoche startet am Sonntag

Am Sonntag trainiert der HBW wieder, „wir legen den Fokus aber erst auf uns“, wie es der Sportwissenschaftler formuliert. Um die Belastung zu optimieren, ruht am Mittwoch noch einmal der Übungsbetrieb. Drei Tage seien ausreichend, um das Team auf das Duell mit Nordhorn-Lingen (1. September, 13.30 Uhr Sparkassen-Arena) vorzubereiten, sagt Bürkle und fügt hinzu: „Wir können viele Sachen noch besser machen. Deshalb schauen wir eben zunächst auf uns – ohne den nächsten Gegner aus den Augen zu verlieren.“

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