Die Schwaben haben ihre Negativserie im finalen Spiel 2019 beendet, die Ostdeutschen mit 26:24 (14:12) besiegt und den Vorsprung auf die Abstiegsplätze konserviert. Martin Strobel sorgte spät für die Entscheidung.

Das war nichts für schwache Nerven. In einem intensiven Duell machte der HBW-Kapitän 24 Sekunden vor dem Abpfiff den Deckel drauf. Die Schwaben konservierten nach dem Seitenwechsel die Pausenführung, verpassten aber die Vorentscheidung – und dann wurde es in den Schlussminuten richtig hektisch.

HBW-Keeper hält überragend

Überragend hielt HBW-Keeper Mike Jensen zweimal gegen Philipp Weber. „Wir wollten gewinnen“, betonte Abwehrstratege Romas Kirveliavicius, „haben gekämpft und noch einmal alles gegeben.“

Das war zuletzt nicht immer so. Nach 0:8 Punkten und der Klatsche in Kassel haderte Jens Bürkle. „Der Kampf bis aufs Letzte war nicht vorhanden“, kritisierte der Balinger Trainer, „das hat nicht unserer Grundidee entsprochen. Das wollen wir gegen Leipzig für uns selbst geraderücken – auch weil wir ein extrem erfolgreiches Jahr 2019 mit einem positiven Ergebnis abschließen wollen.“

Gäste zunächst präsenter

Die Körperkulturellen, welche ebenfalls mit einem Negativerlebnis in die Begegnung gingen, waren in der Anfangsphase präsenter auf der Platte. „In fremder Halle müssen wir vor allem einen kühlen Kopf bewahren“, hatte SC-Coach André Haber von seiner Truppe gefordert – und diese lieferte gegen „unbequeme Balinger“ (O-Ton Haber).

Die Sachsen spielten einen sicheren Ball, legten durch einen Krzikalla-Strafwurf vor. Auf der Gegenseite tat sich der HBW im Positionsangriff schwer. Ganz konsequent arbeitete Leipzig gegen die Rückraumschützen der „Gallier“. Vom Kreis sorgte Benjamin Meschke gegen seinen Ex-Klub für den Ausgleich – und bereits nach wenigen Minuten war klar: Das wird noch einmal eine ganz enge, hochemotionale Kiste. Oddur Gretarsson sorgte für die erste Balinger Führung (2:1/5.).

Duell auf Augenhöhe

Früh kassierten die Schwaben die erste Zeitstrafe – und mussten nun noch längere Laufwege machen. Bitter, dass das Schiedsrichtergespann schwach pfiff. Nach einem 3:0-Lauf lagen die Körperkulturellen mit zwei Toren vorne (3:5/11.), während die Balinger in der Offensive erneut wenig anboten.

Der Aufsteiger blieb zwar dran, machte aber einfach zu viele Fehler. Dennoch egalisierte der Tabellen-13. (7:7/14.). Auch in der Folge setzte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend ab. Die Gastgeber hatten leichte Vorteile, allerdings in Durchgang eins keine Torhüterleistung (drei Paraden).

Auf der Gegenseite parierte SC-Keeper Jens Vortmann mehrfach, war beim 12:11 durch Gregor Thomann (24.) aber chancenlos. Wichtig, dass sich Vladimir Bozic einen Krzikalla-Siebenmeter holte und Marcel Niemeyer aus schwierigem Winkel traf (13:11/ 26.). Zur Pause hieß 14:12 für die Gastgeber.

Leipzig bleibt dran

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Lukas Binder brachte die Elbestädter wieder in Schlagdistanz (14:13/32.). Balingen-Weilstetten griff dreimal erfolglos an, ehe Vladan Lipovina netzte: zum 15:13 (33.). Mehr und mehr wurde Bozic in dieser Phase zum Faktor, nahm den Gästen mehrere Würfe weg.

Der Kampf stand im Duell zwischen dem HBW Balingen-Weilstetten und dem SC DHfK Leipzig im Vordergrund. Am Ende hatten die Galliermit 26:24 knapp die Nase vorn, beendeten das Jahr mit dem sechsten Saisonsieg.