Mountainbike Eibl nimmt die Top Ten ins Visier

Ronja Eibl von der RSG Zollern-Alb startet bei den Weltmeisterschaften im Cross-Country. Die 18-Jährige tritt in Lenzerheide in zwei Wettbewerben an.
Ronja Eibl von der RSG Zollern-Alb startet bei den Weltmeisterschaften im Cross-Country. Die 18-Jährige tritt in Lenzerheide in zwei Wettbewerben an. © Foto: Moschkon
Grosselfingen / SWP 05.09.2018
Die 18-jährige Grosselfingerin startet bei den Weltmeisterschaften im Cross-Country. In der U 23 möchte sie in Lenzerheide unter die besten Zehn fahren.

Mit dem Teamwettbewerb beginnen am Mittwoch die Weltmeisterschaften im Cross-Country. Am Start ist ab 17.30 Uhr auch Ronja Eibl von der RSG Zollern-Alb. Die U 23-Fahrerin wünscht sich einen Top-Ten-Platz.

„Ich freue mich auf die Wettkämpfe“, sagt die Grosselfingerin. Nach dem Teamwettbewerb am Mittwoch steht für sie am Freitag noch das Einzelrennen auf dem Programm. Für die deutsche Nachwuchsfahrerin ist es die erste WM in der U 23. Mit ihren 18 Jahren könnte Eibl eigentlich noch bei den Juniorinnen mitfahren, doch Bundestrainer Peter Schaupp nominierte die RSG-Pilotin nach ihren guten Leistungen in diesem Jahr für den U 23-Kader des Bunds Deutscher Radfahrer (kurz: BDR). Neben dem deutschen Meistertitel holte sie zuletzt beim Weltcup-Rennen in La Bresse den dritten Platz. Davor war sie bei den UCI-Events schon mehrfach knapp an einem Rang unter den besten Drei vorbeigeschrammt. Lediglich bei den Europameisterschaften lief es für Eibl mit Platz 19 nicht rund.

Ihr Einsatz bei der WM verwundert daher wohl kaum einen Mountainbike-Experten. Auch die 18-Jährige selbst wurde von der Nominierung nicht überrascht. Da sie schon früh im Jahr die Norm erfüllt habe, sei sie schon davon ausgegangen mit nach Lenzerheide fahren zu dürfen, so die Grosselfingerin. Eine grobe Vorstellung, wo sie bei den Rennen landen möchte, hat sie auch schon. „Ich habe mir keine bestimmte Platzierung als Ziel gesetzt, aber in die Top Ten möchte ich schon fahren“, erklärt Eibl. Die zurückhaltende Zielformulierung komme daher, dass sie die Konkurrenz nicht so gut einschätzen könne, sagt Eibl. „Und bei Meisterschaften gibt es oft Überraschungen“, so die 18-Jährige.

Insgesamt sind die Medaillenhoffnungen der Deutschen in der Schweiz gering. Manuel Fumic kämpfte Anfang August mit Rückenproblemen, musste deswegen sogar bei der EM in Glasgow aufgeben. Mittlerweile scheint der Rücken aber wieder mitzuspielen und Fumic blickt zuversichtlich in Richtung WM. „Wenn man meine Rundenzeiten vom Weltcup in La Bresse anschaut, denke ich schon, dass ein Top-Acht-Resultat drin ist“, sagt der 36-Jährige. Nach einer Schulterverletzung hat auch Sabine Spitz die Erwartungen heruntergeschraubt. „Für die Cross-Country-WM muss man realistisch sein. Ich denke nicht, dass ich den Rückstand wirklich aufholen kann“, sagt Spitz. Auf passable Ergebnisse im vorderen Bereich hofft der BDR aber dennoch. Kandidaten für eine Top-Ten-Platzierung sind auch Elisabeth Brandau und Adelheid Morath, die nach ihrem Schlüsselbeinbruch zuletzt wieder an Form gewonnen. hat.

Leise Medaillenhoffnung hegt Max Brandl in der männlichen U 23. Der Student sicherte sich bereits im Vorjahr bei der WM in Australien Bronze. Zudem scheint ihm die Strecke in Lenzerheide zu liegen. 2017 wurde er auf dieser im Weltcup Zweiter. Auch Luca Schwarzbauer könnte in der U 23 unter die besten Zehn fahren.

„Wenn wir in Lenzerheide einigermaßen unsere Leistungsfähigkeit in Ergebnisse umsetzen können, dann könnten wieder top Platzierungen herauskommen“, blickt Bundestrainer Schaupp voraus.

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