Burladingen / SWP  Uhr
Die TSV-Damen verloren in der Regionalliga zwar mit 1:3 gegen Ludwigsburg, feierten aber ihren ersten Satzgewinn.

Die Regionalliga-Damen des TSV Burladingen empfingen am Samstag den MTV Ludwigsburg. Vor der Partie nannte TSV-Trainer Clemens Laauser den Gegner eine Wundertüte, was sich im Verlauf der Begegnung bewahrheiten sollte.

Der Start verlief sehr holprig für Burladingen. Schwächen in der Annahme, wodurch im Angriff kein Druck erzeugt werden konnte, führten zu einem 2:8-Rückstand. „Am Anfang des ersten Satzes ließen wir die Ludwigsburgerinnen viel zu frei aufspielen. Diesen Luxus darf man in dieser Liga einfach keinem Team gönnen“, so Laauser. Doch die Fehlastädterinnen berappelten sich, nun punkteten die beiden Teams abwechselnd. Den Vorsprung des MTV konnte Burladingen allerdings nicht mehr aufholen und verlor den Durchgang mit 17:25.

Mit viel Elan gingen die Fehlastädterinnen den zweiten Satz an, drehten jetzt erst richtig auf. Durch eine kleine Aufschlagserie von Nadja Kretschmann setzte sich Burladingen mit vier Zählern ab. Wie von Laauser immer verlangt, wurde um jeden Punkt gekämpft, bis zu der entscheidenden Phase des Durchgangs. Der Vorsprung schmolz dahin, der TSV-Coach nahm beim Spielstand von 22:21 eine Auszeit und betonte: „Der ganze Kampf bis hierher wäre umsonst, wenn wir uns jetzt nicht belohnen!“ Die Worte zeigten Wirkung: Mit 25:22 gewannen die Fehlastädterinnen diesen Satz, den ersten in dieser Saison.

Euphorisch startete der TSV daraufhin in den dritten Spielabschnitt. Zunächst führte Burladingen, doch dann schlichen sich einige Probleme in der Absprache ein. Ludwigsburg nutzte das und zog immer weiter davon. Die Burladingerinnen mussten sich so mit 15:25 geschlagen geben. Die 2:1-Führung des MTV Ludwigsburg setzte die Gastgeberinnen unter Zugzwang. Die TSV-Spielerinnen gaben alles, lagen mit 15:8 in Front. „In dieser Phase hätten wir konsequenter sein müssen“, hadert Laauser. Aufgrund guter Aufschläge des Gegners und einer guten Blockarbeit schrumpfte der Vorsprung der Burladingerinnen. Nach dem 15:14 begann ein wahrer Krimi. Beide Teams punkteten abwechselnd. Am Ende hatte der MTV mit 30:28 die Nase vorn.

„Klar haben wir gerade verloren, wenn man auf den Punktestand schaut, dennoch war das Spiel heute für mich ein Gewinn“, bilanziert TSV-Coach Laauser. „Wir haben einfach alles gegeben. Ich konnte mich auf jede Spielerin auf dem Feld blind verlassen, dass sie ihre Aufgabe zu 100 Prozent erfüllt.“ Trotz der sechsten Niederlage im sechsten Spiel gab Burladingen die rote Laterne an Freiburg ab, das bisher noch ohne Satzgewinn ist.