Hechingen / Daniel Drach  Uhr
Tag zwei der Ladies Open brachte weitere Überraschungen. Drei deutsche Spielerinnen überstanden die Qualifikation.

Am zweiten Turniertag der boso Ladies Open standen die finalen Qualifikationsspiele an. Dabei machten drei einheimische Spielerinnen das deutsche Dutzend im Hauptfeld voll. Derweil startete auch die erste Runde.

Nach den Auftaktqualifikationspartien am Montag stritten sich gestern noch 16 Spielerinnen um die begehrten Hauptfeld-Tickets. Dabei gab es vor allem aus deutscher Sicht Grund zur Freude: Mit Anna Gabric, Julia Wachaczyk und Tayisiya Morderger schafften gleich drei einheimischer Spielerinnen den Sprung in die erste Runde. Gabric setzte sich vor allem dank einer starken Aufschlag-Performance gegen die Bulgarin Julia Stamatova durch. Die 21-jährige Deutsche musste kein einziges Break hinnehmen und siegte so souverän mit 6:2 und 6:3. Wachacyzk sorgte indes für eine kleine Sensation. Die 25-Jährige warf die topgesetzte US-Amerikanerin Chiara Scholl ebenfalls in zwei Sätzen aus dem Turnier (7:5, 6:2).

Erste Hauptfeld-Partien im Einzel und im Doppel

Schließlich setzte sich Morderger im deutsch-deutschen Duell mit Natalia Siedliska mit 6:2 und 6:4 durch und komplettierte damit das deutsche Dutzend im Hauptfeld der 22. Auflage der Ladies Open. „Es ist natürlich sehr erfreulich, dass sich einige Deutsche durchgesetzt haben“, bilanzierte Turnierorganisator Thomas Bürkle nach der Qualifikation, „zudem haben sich mit Kamilla Bartone aus Lettland und Melanie Stokke aus Norwegen zwei talentierte Wildcard-Inhaberinnen qualifiziert. Das ist auch immer eine Bestätigung, dass man diese zurecht vergeben hat.“

Auch nach den Quali-Finals herrschte auf der Hechinger Weiheranlage weiter Vollbetrieb. Die ersten Hauptfeld-Partien im Einzel und Doppel standen an. Hierbei eröffnete die Deutsche Laura Schaeder, welche ebenfalls dank einer Wildcard startete, das Turnier auf dem Center Court. Gegen die um 200 Ränge höher platzierte Georgierin Sofia Shapatava konnte sich die Spielerin vom TEC Waldau Stuttgart nach einem starken Auftritt mit 6:1, 6:4 durchsetzen. „Das freut mich natürlich ebenfalls sehr“, sah sich Bürkle, Clubmanager des TEC, auch bei dieser Vergabe bestätigt.

Zwei einstige Top-100-Spielerinnen im Einsatz

Darüber hinaus waren beim Hauptfeld-Auftakt unter anderem zwei einstige Top-100-Spielerinnen im Einsatz. Die erst 18- jährige Serbin Olga Danilovic bekleidete bereits den 98. Weltranglistenplatz, rutschte zuletzt aber wieder ab und startete so ungesetzt in die Ladies Open. Im Duell mit der Mazedonierin Lina Gjorcheska zeigte sich Danilovic nach kleinen Startschwierigkeiten aber hoch motiviert und gut in Form und siegte letztlich souverän mit 6:2, 6:3. Anders kam es dagegen für die Rumänin Alexandra Cadantu. Die ehemalige Nummer 59 der Welt – und immerhin noch sechste der Setzliste – konnte gegen die Tschechin Jesika Maleckova nur einen Satz lang überzeugen. Nach dem 6:4 in Durchgang eins verlor Cadantu den Faden und musste sich mit 3:6 und 1:6 geschlagen geben.

Im Doppel gelang den deutschen Vertretern ebenfalls ein guter Start ins Turnier. Das Duo Katharina Gerlach und Julia Wachacyzk löste im Auftaktspiel problemlos das Zweitrunden-Ticket. Gegen Agnes Butka (Ungarn) und Chantal Skamlova (Slowakei) hatten die Deutschen nach zwei Sätzen mit 6:3, 6:1 die Nase vorn. Am Abend waren noch die Nachwuchshoffnungen des TC Hechingen im Einsatz: Die 14-jährige Mia Mack und die 17-jährige Alexandra Vecic maßen sich mit den deutlich erfahreneren Cristina Dinu (Rumänien) und Lina Gjorcheska (Mazedonien). Dabei führten die TCHTalente zunächst mit 2:0, verloren aber letztlich mit 4:6, 1:6.

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