Sie ist Team-Weltmeisterin 2018, zweifache Europameisterin 2019 und vierfache Deutsche Meisterin 2019. Wenn an diesem Mittwoch in Frankfurt/Oder die Weltmeisterschaften der Bahnradsportler beginnen, hofft Alessa-Catriona Pröpster auf ihre ersten Einzeltitel bei einer Weltmeisterschaft in der Juniorinnenklasse.

Die 18-jährige Jungingerin, die ein Sportinternat in Kaiserslautern besucht und für den RSC Ludwigshafen startet, tritt wie schon bei der EM im belgischen Gent und bei den nationalen Titelkämpfen in Berlin in vier Disziplinen an.

Eher kein Gold im Teamsprint

Die erste Medaillenchance gibt es gleich am Mittwoch im Teamsprint, der Disziplin, in der Alessa-Catriona Pröpster vor Jahresfrist im schweizerischen Aigle ihr erstes und bislang einziges WM-Gold holte. Alessas Vater Klaus Pröpster dämpft freilich die Erwartungen, denn eine derart starke Teampartnerin wie 2018 Lea-Sophie Friedrich hat seine Tochter diesmal nicht. Die Jungingerin wird die Qualifikation und die (erhoffte) Finalrunde wohl mit zwei verschiedenen Partnerinnen fahren und wäre mit einem Podestplatz mehr als zufrieden.

Die richtige Übersetzung finden

Pröpsters Goldhoffnungen richten sich mehr auf das 500-Meter-Rennen am Donnerstag. „Wenn sie mit ihrem Fuß klar kommt, hat sie da auf jeden Fall eine Siegchance“, sagt Klaus Pröpster und ruft das Handicap in Erinnerung, das seine Tochter nach ihrem dreifachen Bänderriss im Knöchel vom Mai immer noch hat. Schon bei der EM in Gent hatte Alessa auf Gold über 500 Meter gehofft und war untröstlich, als es „nur“ Silber wurde. Diesmal soll es mit der richtigen Übersetzung klappen, vom Start weg „in die Gänge“ zu kommen.

Und wenn nicht? Dann bleiben am Wochenende noch Medaillenchancen über 200 Meter und im japanischen Kampfsprint Keirin, Alessas erklärter Lieblingsdisziplin.

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Jungingen/Berlin