Rangendingen Bärenstarker Auftakt in der Schach-Landesliga

Der SC Rangendingen hatte in der Landesliga einen bärenstarken Auftakt.
Der SC Rangendingen hatte in der Landesliga einen bärenstarken Auftakt. © Foto: Symbolfot
Rangendingen / swp 11.10.2018
SC Rangendingen I – Bisingen I 6:2: Für die erste Mannschaft des SC Rangendingen ging es am Wochenende gegen den Schach-Nachbarn Bisingen um die Wurst.

Nachdem vor drei Wochen die erste Mannschaft des SC Rangendingen bereits gegen den Absteiger der Verbandsliga, die Schachfreunde aus SC Pfalzgrafenweiler I, mit 4,5:3,5 siegreich war, ging es am Wochenende gegen den Schach-Nachbarn Bisingen um die Wurst. Angeschlagen aus der ersten Runde mit einer empfindlichen Niederlage gegen Horb, wollten die Bisinger hochmotiviert dieses Mal alles richtig machen – aber es sollte anders kommen als gedacht.

Zunächst begann es friedlich mit einem Remis an Brett 8, nachdem Stefan Stockburger in ausgeglichener Stellung den Gegner überzeugen konnte, dass seine Stellung nicht zu knacken war. Richtig geknackt hatte es dann allerdings an Brett 3, nachdem Frank Baumann den ungenauen Aufbau seines Gegners bestrafte und der entscheidende Materialgewinn nur noch eine Frage der Zeit gewesen war. Der nächste friedliche Abschluss folgte an Brett 4, als auch bei Oliver Rothfuss eine dichte Verteidigungsmauer kein Durchkommen mehr zuließ.

Höchste Präzision war am Spitzenbrett gefragt. Alfred Gorgs hatte sich für die Italienische Eröffnung entschieden – dieses Mal in der ruhigen Art – dem Giucco Pianissimo. Zug um Zug verbesserte er seine Position, drängte seinen Gegner immer mehr hinter die Verteidigungsmauern, bis er zum entscheidenden Rammbock in der h-Linie ausholte, so dass der schwarze König hilflos zusehen musste, wie seine gesamte Verteidigung die Segel strich.

Wesentlich wilder ging es an Brett 5 zur Sache. In der Spanischen Eröffnung hatte sich der erfahrene Bisinger Spieler für einen seltenen Aufbau des Altmeisters Cozio entschieden. Hans-Peter Lipp warf einen Bauern ins Rennen, der aber jäh verschmäht wurde. Schließlich war es die kurze Rochade in 27. Zug (!), die einen weiteren Sieg für die Rangendinger Spieler brachte.

Eine Spieltechnik lieferte erneut Nachwuchstalent Laurens Mauz an Brett 7. In der Spanischen Eröffnung war ein klassischer Aufbau entstanden, der am Ende keinen Sieger zum Ergebnis hatte.

Höhen und Tiefen erlebte wiederum Mark Pfeifer an Brett 6. Nachdem er ein positionsgerechtes Figurenopfer in der Nimzowitsch-Verteidigung ausgelassen hatte, war wiederum genaue Verteidigung gefragt, der er aber meisterlich nachkam. Im Bauern-Läufer-Endspiel hatte er zunächst die Nase vorn, aber am Ende steuerten beide Spieler verdient den Remishafen an.

Beim Stand von 5:2 war jetzt zwar schon alles entschieden, aber an Brett 2 ging es weiter ambitioniert zur Sache. Schwer unter Druck geraten, musste Andreas Schwenk etwas auf mögliche Fehler seines Gegners hoffen, und fast wie zu erwarten, kam der kapitale Bock wie ein Geschenk – und das 6:2 für den SC Rangendingen I war eingefahren, und ein sehr anstrengendes Schachwochenende erfolgreich zu Ende gegangen.

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