Bahnradsport Alessa Pröpster verpasst Bronze knapp

Knapp an Bronze vorbei fuhr Alessa-Catriona Pröpster im Sprintwettbewerb.
Knapp an Bronze vorbei fuhr Alessa-Catriona Pröpster im Sprintwettbewerb. © Foto: Archiv
Jungingen/Aigle / Hardy Kromer 17.08.2018
Bei der Junioren-WM in der Schweiz verpasste die Jungingerin Alessa-Catriona Pröpster am Freitag ihre zweite Medaille.

Tränen der Freude nach der Teamsprint-Goldmedaille am Mittwochabend, Tränen der Wut und der Enttäuschung am Ende des Einzel-Sprintwettbewerbs am Freitag: Alessa-Catriona Pröpster hat bei der Junioren-Weltmeisterschaft der Bahnradsportler im schweizerischen Aigle ihre zweite Medaille haarscharf verpasst und musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben.

„Die Enttäuschung ist groß“, schilderte Alessas Vater Klaus Pröpster die Gefühle seiner 17-jährigen Tochter, als er der HZ am Telefon das aktuelle Ergebnis aus dem Velodrom von Aigle durchgab. Im Rennen um die Bronzemedaille hatte die Jungingerin, die für den RSC Ludwigshafen startet, den ersten Lauf gegen die Polin Sibiak gewonnen und durfte schon am Edelmetall schnuppern. Und auch im zweiten Lauf lag sie vorne, bis ihre Kontrahentin sie mit dem Rad berührte und damit vom Kurs abbrachte. Der Protest des deutschen Teams wurde abgeschmettert.

Duplizität der Ereignisse dann im dritten und entscheidenden Lauf: Wieder bekam Alessa Pröpster einen Rempler ihrer Gegnerin ab. Wieder Protest. Wieder Video-Studium. Und am Ende der niederschmetternde Bescheid: abgewiesen, verloren. Klaus Pröpster dazu: „Es war eng, es ist bitter, aber man muss es hinnehmen, wie es ist.“ Immerhin ist die Jungingerin in ihrem ersten Einzel-Rennen bei einer WM Vierte von 28 geworden.

Gejubelt wurde im deutschen Team trotzdem: Lea Sophie Friedrich aus dem ostdeutschen Dassow, mit der zusammen Alessa Pröpster am Mittwoch Teamgold geholt hatte, sprang auch im Einzel aufs oberste Treppchen. Im Halbfinale hatte sie Alessa im innerdeutschen Duell das Nachsehen gegeben.

Am Samstag hat auch Alessa Pröpster eine weitere Chance: Das 500-Meter-Zeitfahren ist eine ihrer stärksten Disziplinen. Freilich dämpft ihr Vater die Erwartungen: „Die bisherigen Rennen haben brutal viel Kraft gekostet.“

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