Radsport Alessa Pröpster greift nach WM-Medaillen

Alessa-Catriona Pröpster aus Jungingen startet ab heute bei den Junioren-Weltmeisterschaften der Bahnradsportler in Aigle/Schweiz.
Alessa-Catriona Pröpster aus Jungingen startet ab heute bei den Junioren-Weltmeisterschaften der Bahnradsportler in Aigle/Schweiz. © Foto: privat
Jungingen / Hardy Kromer 15.08.2018
Die 17-jährige Jungingerin Alessa Pröpster ist ab heute bei der Junioren-WM der Bahnradsportler in der Schweiz am Start.

„Sie ist sehr gut drauf und hat Bock zu fahren“, sagt Klaus Pröpster, der Vater des großen Junginger Radsporttalents Alessa-Catriona Pröpster. Die 17-jährige Killertälerin ist von heute bis Sonntag als Mitglied des deutschen Nationalteams bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Aigle (Schweiz) am Start. Vor ihrer WM-Premiere hat die Jungingerin ein gutes Gefühl. „Eine geile Gegend. Die Bahn gefällt mir“, übermittelte sie in die Heimat.

Schon heute, am ersten Tag, könnten sich die Medaillenhoffnungen im Hause Pröpster und beim Bund Deutscher Radfahrer erfüllen. Denn auf dem Terminplan steht der Teamsprint. Hier hat die WM-Novizin aus dem Killertal ihre Rivalin Emma Götze vom RV Elxleben aus dem Team (das im vergangenen Jahr hinter Russland die Silbermedaille holte) verdrängt und darf nun im Bunde mit der besten deutschen Fahrerin, Lea Sophie Friedrich (RST Dassow) an den Start gehen. Ob es diesmal Gold gibt? Vater Klaus Pröpster wagt keine Prognose: „Alles ist drin. Die Podestchancen sind gut. Aber man weiß nie, was aus Asien kommt.“ Und unter 14 Teams könne man auch ganz schnell unter ferner liefen landen. Abwarten und Daumen drücken!

Am Donnerstag geht’s für Alessa-Catriona Pröpster mit dem Sprint weiter, der Disziplin, in der sich die Fahrerinnen lange belauern, bis eine den Endspurt anzieht und jede strampelt, was die Beine hergeben. „Da kommt’s ganz viel auf Taktik und Erfahrung an“, weiß Klaus Pröpster. Nicht auszuschließen, dass seine Tochter, die im Gegensatz zu den meisten Konkurrentinnen dem jüngeren Jahrgang angehört und deshalb zum ersten Mal dabei ist, Lehrgeld zahlen muss. Oder gar für eine große Überraschung sorgt?

Der 500-Meter-Sprint über zweieinhalb Bahnrunden steht dann am Freitag auf dem Programm. „Da ist sie richtig gut“, sagt Klaus Pröpster über Alessa-Catriona, die für den RSC Ludwigshafen startet. Einen Platz unter den ersten Fünf traut der Vater der Tochter zu. „Das Maß aller Dinge“ sei hier freilich Lea Sophie Friedrich: „Normalerweise ist sie zwei bis drei Zehntelsekunden schneller als Alessa.“

Die vierte Disziplin, der Japanische Kampfsprint Keirin, muss am Sonntag ohne Junginger Beteiligung stattfinden – durchaus zur Enttäuschung von Alessa Pröpster, die das Fahren hinter dem Motorrad für ihre stärkste Disziplin hält. Doch die Teamregie hat Vorrang. Bundestrainer Jörg Winkler gab hier Emma Götze den Vorzug – damit auch das Mädchen aus Elxleben eine Startchance bekommt.

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