Radsport Alessa Pröpster darf auf die WM hoffen

Jungingen / SWP 16.05.2018
Das 17-jährige Radsporttalent aus Jungingen hat alle Chancen, bei der Junioren-WM im schweizerischen Aigle dabei zu sein.

Was hat die Jungingerin Alessa-Catriona Pröpster den Fußball-Nationalspielern Mario Götze, André Schürrle und Sandro Wagner voraus? Ganz einfach: Sie darf noch auf eine WM-Teilnahme in diesem Jahr hoffen.

Die 17-jährige Radrennfahrerin, die für den RSC Ludwigshafen fährt, ist Mitglied der U 19-Sprint-Nationalmannschaft. Ihr großes Ziel lautet: „Ich will zur Weltmeisterschaft der Juniorinnen“. Die Titelkämpfe finden in diesem Jahr im schweizerischen Aigle statt.

Ihre Qualifikationschancen gewahrt hat sie am vergangenen Wochenende in Frankfurt/Oder, wo das zweite Bundes-Sichtungsrennen für den U 19-Sprintkader des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) für 2018 stattfand. Austragungsort war das 250-Meter-Holz­oval in der Oberlandhalle.

Nach einer sechswöchigen Vorbereitungszeit im Trainingslager auf Mallorca und im Olympiazentrum Kienbaum galt es für die Anwärterinnen, sich der Standortbestimmung zustellen.

Unter der Aufsicht und den kritischen Augen von Sprint-Bundestrainer Jörg Winkler musste sich die Jungingerin in verschiedenen Disziplinen beweisen. Alessa-Catriona Pröpster wird vom Erfolgstrainer Frank Ziegler (Stützpunktleiter Kaiserslautern) gecoacht. Unter seiner Betreuung startete die Killertälerin am Freitagmorgen auf die 200 Meter „fliegende“ Quali-Runde. Dabei wurden zwei Wertungen ausgefahren. Die 17-Jährige glänzte mit persönlichen Bestleistungen und belegte mit einer Zeit von 11,481 Sekunden. den zweiten Platz hinter Lea Friedrich (RST Dassow).

Am Nachmittag stand die stehende Runde auf dem Programm. Auch hier glänzte Alessa Pröpster in 20,352 Sekunden mit einer persönlichen Bestzeit, was den dritten Rang hinter Lea Friedrich und Emma Götz (RV Elxleben) bedeutete.

In den Abendstunden wurde dann der 500-Meter-Sprint ausgetragen. Die ehemalige RSG-Gonso-Rawoflex-Fahrerin katapultierte sich aus der Startmaschine und erreichte erneut mit einer Zeit von 36,007 Sekunden den zweiten Platz hinter Lea Friedrich.

Am Samstag standen die Sprintläufe Frau gegen Frau auf dem Programm. Diese wurden in zwei Gewinnläufen ausgetragen. Im Halbfinale behauptete sich Alessa-Catriona Pröpster mit Taktik und Können gegen Emma Götz. Im Finale traf sie wiederum auf Lea Friedrich, die Vize-Weltmeisterin im Team-Sprint der Juniorinnen. Ihr unterlag die Jungingerin knapp in zwei Läufen.

Der Sonntag war vom Teamsprint geprägt. Bundestrainer Winkler hat die Qual der Wahl, da sich unter seinen Schützlingen vier sehr gute Fahrerinnen befinden. Bei der WM dürfen nur zwei, vielleicht auch drei deutsche Fahrerinnen starten. So wurden bei den Rennen verschiedene Zusammensetzungen der Teams getestet. Mit einer Zeit von 34,569 Sekunden holte sich das Duo Friedrich/Pröpster die Bestzeit und somit Platz eins.

Bei den abschließenden Keirinläufen stellten sich sieben Fahrerinnen dem Wettbewerb. Am Ende der zwei Wertungsläufe im „Japanischen Kampfsprint“ stand jedes mal das gleiche Podest fest: Lea Friedrich siegte vor Alessa Pröpster und Emma Götz.

Bundestrainer Jörg Winkler war von den Leistungen seiner Schützlinge sehr angetan. In Augsburg findet in zwei Wochen das nächste Sichtungswochenende statt. Danach will der Bundestrainer den Kader für die Junioren-Weltmeisterschaft nominieren.

5

Tage lang – vom 15 bis zum 19. August – dauern die Junioren-Bahn-­Weltmeisterschaften in Aigle (Schweiz). Die Rennen finden im Centre Mondial du Cyclisme statt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel