Bei der Siegerehrung nach dem traditionellen Adlerschießen im Trillfinger Schützenhaus bekam erstmals eine Frau die Schützenkönigskette umgelegt. Rita Heck hatte mit dem 527. Schuss den Rumpf des Adlers abgeschossen.

Christel Seifer schoss dem „Federvieh“ aus Holz mit dem 91. Schuss die Krone vom Kopf, Eva-Maria Noll stibitzte dem Adler mit dem 121. Schuss das Zepter, und Karl-Heinz Higi hatte bei der Hitze augenscheinlich Lust auf „Obst“ oder wandelte auf den Spuren Wilhelm Tells. Zumindest sicherte er sich mit dem 164. Schuss den Apfel. Jonas Seifer entwendete dem Adler mit dem 266. Schuss den linken und Ursel Stehle mit dem 375. Schuss den rechten Flügel.

Die treffsichersten Schützen außer der Königin nahmen die Trophäen und Anstecknadeln mit nach Hause. Den allerersten Coup hatte zuvor Andreas Fessmann (Schnabel, 3. Schuss) gelandet, der eine Kiste Bier zahlen muss.

Geschossen wurde mit dem Kleinkalibergewehr auf 25 Meter Entfernung (stehend Anschlag).

Den besten Schuss auf die Ehrenscheibe (beinahe genau ins Zentrum) gab Gerhard Kessler ab, dahinter landeten Jonas Seifer, Patrick Noll, Alex Higi und Andreas Seifer. Hier wurde freihändig auf 50 Meter geschossen. Alle Schüsse auf die Ehrenscheibe seien „sehr gut“ gewesen, Kesslers Schuss sogar perfekt, wie Schützenchef Andreas Seifer bei der Siegerehrung betonte.

Das Königsschießen bewertete der Vereinschef insgesamt als „heiße Angelegenheit“ und „spannenden Wettbewerb, der zäh begonnen, dann aber einen Lauf erfahren“ habe.

Mit der Teilnehmerzahl von 16 zeigte er sich zufrieden. Vor allem die Leistung von Rita Heck hob Seifer hervor: Durch ihren Sieg habe man erstmals in der Geschichte des Vereins eine Schützenkönigin. Hecks Vorgänger Waldemar Schneider hatte übrigens ein Fass Bier mit zur Veranstaltung gebracht.  Andreas Fessmann hatte die Ehrenscheibe angefertigt und gespendet, den Holzadler hatte Gerhard Kessler gebastelt, wie Vereinschef Seifer lobend erwähnte.