Das 10. „Jump & Fly“ der LG Steinlach-Zollern wird als Sportfest der besonderen Art in Erinnerung bleiben: Bedingt durch Corona fand es zwar ohne Zuschauer im Stadion statt, dafür aber gab es Tausende von Aufrufen im Livestream.

LG Steinlach-Zollern: Veranstaltung im Hechinger Weiherstadion

Lange stand die Veranstaltung auf der Kippe. Nach eingehender Prüfung hat sich die LG Steinlach-Zollern jedoch dafür entschieden, den hochkarätigen Wettkampf mit Spitzenathleten des Diskuswurfs, des Weitsprungs und des Stabhochsprungs im Hechinger Weiherstadion doch über die Bühne zu bringen.

Die richtige Entscheidung

Es war die richtige Entscheidung. Im Weiher herrschten beste Wettkampfbedingungen für die 65 Teilnehmer aus ganz Deutschland. Man sah glänzend aufgelegte Athleten, die beste Ergebnisse erzielten. Dabei lagen die Leistungen auf dem Niveau der deutschen Spitze.

Herausragend war sicher der Stabhochsprung mit der Deutschen Jahresbestleistung von Stefanie Dauber, SSV Ulm, über 4,36 Meter. Im Weitsprung flog Gianni Seeger, TSV Gomaringen, auf 7,55 Meter – das ist Platz zwei der aktuellen Deutschen Jahresbestliste. Dabei hatte er sich ein packendes Duell mit Max Kottmann, VfB Stuttgart, geliefert.
Diskuswerfer David Wrobel, SC Magdeburg, war mit seiner souveränen Siegesweite von 62,09 Meter persönlich nicht ganz zufrieden – er sprang schon besser. Doch Julia Ritter, TV Wattenscheid 01, die sich tags zuvor bei einem Wettkampf in Luzern auf Rang drei der Deutschen Bestenliste vorgeschoben hatte, blieb mit starken 56,45 Meter in Hechingen auf diesem hohen Niveau.

Deutsche Vizemeisterin im Mehrkampf Janina Lang

Damit nicht genug, die Deutsche Vizemeisterin im Mehrkampf Janina Lange, MTV Lübeck, hat ihr erklärtes Ziel, nämlich die 6 Meter zu überspringen, erreicht (6,01) – und den Wettbewerb vor Laura Raquel Müller, Unterländer LG, (5,96) gewonnen.
Zur Freude der lokalen Unterstützer kam die vielseitige Mehrkämpferin Sandrina Sprengel von der LG Steinlach-Zollern mit einer guten Serie und 5,75 Meter nahe an ihre Bestleistung heran und wurde Vierte.
Die jungen U18-Athleten der LG Steinlach-Zollern, die nach den Ausfällen in das Starterfeld aufgerückt waren, Lukas Ertl (5,95 Meter) und Finn Schulz (6,04), schlugen sich mit neuen persönlichen Bestleistungen in diesem Feld achtbar. Ebenso der aufgerückte Joshua Kommer, TV Weilstetten, mit 6,31 Meter.
Zehnkämpfer und Wurfspezialist Niklas Kretschmer von der LG Steinlach-Zollern kam nach längerer Trainingspause auf gute 45,05 Meter und Platz 4. Tim Holzapfel, der sich auf die 400 Meter Hürden als seine Paradedisziplin konzentriert, schleuderte die Zwei-Kilo-Scheibe auf 34,51 Meter.
Der Stabhochsprung der Frauen war eine klare Sache für die Ulmerin Stefanie Dauber. Nach dem sie die Konkurrenz hinter sich gelassen hatte, überquerte die Deutsche Vizemeisterin die Höhen bis 4,36 souverän. Erst am neuen Meetingrekord von 4,45 Meter scheiterte sie dieses Mal knapp.
Der Stabhochsprung der Männer war eine Flugschau der Stabartisten aus Rheinland-Pfalz und der Region Karlsruhe. Den Höhepunkt zum krönenden Abschluss des Meetings setzte Oleg Zernikel, ASV Landau. Er meisterte 5,60 Meter.
Nur einige der Leistungen. Doch sie vermitteln sicher einen Eindruck davon, dass es – gerade wegen der schwierigen Rahmenbedingungen – ein gelungenes und zumal motivierendes Sportfest war.