Handball-Landesliga Zu viele Aussetzer vorne und hinten

Gesenkter Kopf: KuGi-Coach Boris Ambrosch mag nicht mehr hinsehen.
Gesenkter Kopf: KuGi-Coach Boris Ambrosch mag nicht mehr hinsehen. © Foto: Thomas Madel
Kuchen / Steven Franzisi 12.02.2019

Moritz Lächler eröffnete die Partie mit einem sehenswerten Treffer aus dem Rückraum. Die Gastgeber, die krankheitsbedingt ohne Becker auskommen mussten, zeigten zu Beginn eine gute kämpferische Leistung und waren von Anfang an im Spiel. Die Gäste kamen dennoch immer wieder zu Torerfolgen, insbesondere nach Auflösehandlungen. So fand der erfahrene Rückraum immer wieder den freien Mitspieler am Kreis.

Trotzdem blieb die SG dran und egalisierte zum 3:3. Im Anschluss erarbeiteten sich die Vöhringer leichte Vorteile und zogen über 6:4 auf 10:6 davon. Kuchen-Gingen tat sich in der Phase sehr schwer, zu eigenen Torerfolgen zu kommen und musste in wenig aussichtsreichen Positionen abschließen, was die Gäste zu einfachen Toren über die zweite Welle nutzten.

SG-Trainer Boris Ambrosch legte die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und mahnte seine Schützlinge zu klaren Toraktionen und mehr Mut im Angriff. Felix Däumling, der nach überstandener Knieverletzung wieder auflaufen konnte, traf entschlossen zum 7:10 und zeigte damit seinen Mitspielern, wo die Reise hingehen sollte (16.). Doch die Gäste blieben am Drücker und erhöhten auf 13:7. Die SG benötigte sieben Minuten, um das achte Tor folgen zu lassen. Bei vier Treffern Differenz stabilisierten die Gastgeber den Rückstand bis zur Pause und gingen mit einem 12:16 in die Kabine.

Nach Wiederbeginn erspielte sich zunächst keine der beiden Mannschaften einen Vorteil. Als die SG KuGi nach 40 Minuten auf 16:19 verkürzte und zudem noch eine Zeitstrafe gegen Vöhringen erwirkte, schien das Spiel sogar kippen zu können. Doch anschließend ließ die Heimmannschaft einmal mehr zu viele klare Torchancen liegen und musste wieder abreißen lassen. Die Gäste erhöhten bis zur 45. Minute auf 24:17 und hatten damit die Fronten geklärt. Die restlichen 15 Minuten plätscherte die Partie vor sich hin, Vöhringen baute die Führung weiter aus.

Insgesamt entspricht die hohe Niederlage weitgehend dem Spielverlauf, der SC Vöhringen hat sich den Erfolg verdient. Kuchen-Gingen genehmigte sich zu viele Auszeiten im Angriff und fand nicht zu gewohnter Durchschlagskraft. Zudem passte die Zuordnung in der Deckung teilweise überhaupt nicht, wodurch der SC Vöhringen immer wieder zu Torerfolgen über den Kreis kam.

SG Kuchen-Gingen: Kautzmann, Trünkle im Tor; Schäffner (1), Lächler (9/4), Janz, Mann, Kühn (3), Zasada, Freichel, Franzisi (2), Mayer (9), Dubrowitsch (1), Däumling (2), Priester.

Zeitstrafen: KuGi 1/SCV 4. Siebenmeter: KuGi 4/4, SCV 2/2.

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