Handball Wi/Wi/Do kommt unter die Räder

Donzdorf / Dennis Helmer 16.01.2019

Richtig unter die Räder kam die HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf beim TSV Wolfschlugen. Bis zur 22. Spielminute konnte das erste Spiel des neuen Jahres ausgeglichen gestaltet werden. Danach brach das Team der Trainer Rascher und Bühler komplett ein und kassierte am Ende eine 23:43-Niederlage.

Die HSG Wi/Wi/Do startete gut und führte zeitweise mit bis zu drei Toren Vorsprung. Dann kam die Heimmannschaft immer besser ins Spiel. Durch ausgelassene Chancen seitens der HSG konnte der TSV Wolfschlugen beim 11:11 in der 18. Minute erstmalig ausgleichen. Es folgte das 11:12, die letzte Führung der HSG. Bis zum 13:13 vier Zeigerumdrehungen später war das Spiel noch ausgeglichen.

Was dann in den letzten acht Minuten bis zur Halbzeitpause folgte, war für viele unerklärlich. Die Heimmannschaft konnte in dieser verbleibenden Zeit noch sieben weitere Treffer erzielen, der HSG gelangen dagegen lediglich zwei Tore. Durch technische Fehler am Fließband lud man die Hexenbanner zu  schnellen Kontertoren ein. Diese nahmen die Einladungen gerne an und vollstreckten einen Gegenstoß nach dem anderen. Auch eine Auszeit stoppte die Fehlerquote der Lautertäler nicht und somit ging es mit 20:15 in die Halbzeit.

Wer gedacht hatte, dass die HSG im zweiten Durchgang nochmals zurück in die Partie finden könnte, wurde an diesem Abend schnell eines Besseren belehrt. Innerhalb von zwei Minuten erhielt man die nächsten drei Gegentreffer. Es war kein Aufbäumen der Mannschaft zu sehen, im Gegenteil, im Angriff verstrickte man sich zusehends in Einzelaktionen, die nicht zum Erfolg führten. Nahezu jeden Ballgewinn münzte die in dieser Phase clever agierende Heimmannschaft in schnelle Tore um. Wenn der Gegenstoß, der meist über den erfolgreichsten Schützen Jonas Friedrich gespielt wurde, nicht funktionierte, wurden die Treffer in der zweiten Welle erzielt. Mangelhaft war das Rückzugsverhalten der Lautertäler. Immer wieder standen die Torhüter alleine auf verlorenem Posten.

So wuchs der Rückstand kontinuierlich an. Über 29:18 in der 40. Minute, waren es in der 50. Minute bereits 16 Tore Abstand (36:20). Alle Bemühungen an diesem Abend, den Spielstand zu verkürzen, versandeten im Nichts. Die Gastgeber spielten weiter ihre Schnelligkeit aus und so war es Jonas Friedrich vorbehalten, 15 Sekunden vor dem Ende mit seinem 20. Treffer den 43:23-Endstand zu erzielen.

Ein gebrauchter Auftakt in das Jahr 2019 für die HSG. Die ersten 20 Minuten ließen viele auf eine ausgeglichene Partie hoffen. Was die Mannschaft aber in der restlichen Spielzeit bot, war erschreckend. Man ließ Kampfgeist und jegliches Aufbäumen vermissen. Attribute, ohne die man kein Spiel in dieser Liga gewinnen kann. Am kommenden Wochenende ist die HSG spielfrei, somit hat man genug Zeit,  um diese Niederlage aufzuarbeiten und gegen Ostfildern wieder ein anderes Gesicht zu zeigen. Dennis Helmer

HSG Wi/Wi/Do: Bürgermeister, Krieg; Corces (1), Baur, Ambrosch (1), Hommel (2), Müller (3), ­Pfeilmeier (3), Heilig (1), Schmid (4), Köller (3/3), Thrun (1), Schnepf (4).

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