Die beiden Vorjahres-Oberligisten TSV Deizisau und SG Lauterstein treten am Samstag um 19 Uhr in der Deizisauer Hermann-Ertinger-Sporthalle gegeneinander an. Es geht in diesem Duell zwischen dem Vierten und dem Sechsten der Württembergliga um nicht weniger als den Anschluss ans Spitzentrio.

Vor dieser Spielzeit musste vom TSV Deizisau ein Neuaufbau eingeleitet werden. Das betraf zuerst den Trainerposten, auf dem es in der letzten BWOL-Saison mehrere Interimslösungen gegeben hatte. Olaf Steinke nahm die Herausforderung, wie er selbst sagt, „nach nun annähernd vierzig Trainerjahren“, an und hat dem TSV bereits für 2019/2020 zugesagt. Danach ist die aktuelle Runde für Deizisau bisher so verlaufen, wie Steinke dies vorhergesehen hatte. Die sehr junge Mannschaft, unter anderem haben die erfahrenen Dennis Prinz und Marco Neusser den Verein verlassen, benötigte eine Anlaufzeit. Ende Oktober, bis dahin waren vier Spiele gewonnen worden und genau so viele verloren gegangen, lagen die Neckartäler mit 9:9 Punkten auf Tabellenplatz sechs hinter der SG Lauterstein. Danach kam der TSV immer besser zurecht, siegte in neun Begegnungen und verlor nur noch ein Spiel bei zwei Unentschieden. Die letzte Niederlage verpasste die MTG Wangen dem TSV im Dezember mit 37:36. Das 36:36- Unentschieden vor drei Wochen war ein „gefühlter Sieg“ gegen Spitzenreiter Schwäbisch Gmünd. Unbestritten ist Lautersteins Gegner das torhungrigste Team der Württembergliga. Weniger als sechsunddreißig Treffer hat Deizisau seit November nur in der Partie gegen Gerhausen erzielt, dazu gab es drei Spiele, in denen es die weiß-schwarzen Angreifer mehr als vierzig Mal im Kasten des Gegners klingeln ließen.

Lautersteins Trainergespann Timo und Wolfgang Funk bereitet die Gelb-Blauen auf ein Angriffsfeuerwerk beim langjährigen Derbygegner vor. „Beide Mannschaften haben bisher eine super Rückrunde hingelegt und dürfen mit großem Selbstbewusstsein in die letzte Phase dieser Spielzeit gehen“, sagt SGL-Coach Timo Funk. „Deizisau war für uns aber schon immer ein schwieriges Pflaster und auch dieses Mal sehe ich die Heimmannschaft in der Favoritenrolle. Nur wenn bei uns das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter gut klappt und meine Männer ein weiteres Mal über sich hinauswachsen, können wir das Spiel bis in die Schlussphase ausgeglichen gestalten. Nur in diesem Fall sehe ich den Ausgang als offen an“, sagt Funk. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit wird den Zuschauern in diesem Vergleich der bisher stärksten Rückrundenteams der Liga wieder ein mitreißendes Handballspiel geboten. Erich Distel