Skateboard Tolle Tricks der Titelträger

Göppingen / Markus Munz 30.07.2018

Im Göppinger Skatepark wurden die süddeutschen Regionalmeister in der Kategorie Street im Skateboardfahren ermittelt, die sich zugleich für die deutschen Meisterschaften qualifiziert haben. Angeführt wurde das Teilnehmerfeld vom fünffachen Deutschen Meister Alex Mizurov aus Karlsruhe, der dem Olympia-Perspektivkader für Tokio 2020 angehört. In zwei Jahren ist Skateboard erstmals im olympischen Programm dabei.

„Es wird allerdings sehr schwer“, erklärte der 30-Jährige, denn von jedem Kontinent dürfen nur vier Starter im Skateboard Street zu Olympia. Die Entscheidung, wer dabei sein wird, fällt er 2019. In Göppingen hatte der professionelle Skater aus Gaggenau keine Mühe mit der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft, die im September in Düsseldorf ausgetragen wird. Im Finale der besten Acht war Mizurov „mit dem ersten Run zufrieden, mit dem zweiten nicht“. Die Skater haben pro Lauf jeweils eine Minute Zeit, um ihre besten Tricks und Sprünge zu zeigen: „Jeder Skatepark ist ein wenig unterschiedlich, aber man entwickelt natürlich vorher eine Idee, was man zeigen möchte.“ Mizurovs Spezialität sind die Flips, dabei wird das Skateboard spektakulär um die eigene Achse gedreht, während der Fahrer in die Luft oder über ein Hindernis springt. Mizurov zeigte auch seine Wheelies, bei denen er auf nur zwei Rollen fährt.

Im Finale und damit für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert waren auch Benedikt Schmidts aus Saarbrücken und Lokalmatador Philipp Boxler. Der 16-jährige Göppinger geht für den ausrichtenden Trendsportclub Hohenstaufen an den Start.

Organisator Daniel Schindler war mit der Resonanz bei der ersten Regionalmeisterschaft dieser Art zufrieden. Skateboarding versucht seit einigen Jahren, nicht zuletzt mit Blick auf die Olympischen Spiele, sich als Sportart bundesweit organisatorisch aufzustellen, ohne gleichzeitig seinen Charme des lockeren Lifestyles zu verlieren. „Nicht alle wollen es professionell betreiben. Es gibt dreihunderttausend Skater in Deutschland, aber nur wenige davon sind in einem Verein organisiert“, erklärt Daniel Schindler. Dabei sind Männer immer noch eindeutig in der Überzahl, aber „mittlerweile werden es auch mehr Mädchen“, freute sich Helen Storz. Die 20-jährige Stuttgarterin zählt zum Olympia-Nachwuchskader und war ebenfalls in Göppingen mit dabei. Vor vier Jahren ist sie vom Longboard zu Street, also zum Fahren über Treppengeländer oder Stufen, gewechselt und dort sehr erfolgreich. „Am Ende überwiegt beim Skateboarding für mich aber mehr die Leidenschaft und das Freizeitvergnügen“, verriet die frischgebackene Regionalmeisterin, ebenfalls für den Trendsportclub Hohenstaufen startend, am Rande der Veranstaltung.

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