Springreiten Tim Casper im Finale des Burg-Pokals

Tim Casper startet in der kommenden Woche in der Schleyerhalle. Der 17-jährige Springreiter vom LPSV Donzdorf hat sich in sechs Qualifikationswettbewerben den Startplatz gesichert.
Tim Casper startet in der kommenden Woche in der Schleyerhalle. Der 17-jährige Springreiter vom LPSV Donzdorf hat sich in sechs Qualifikationswettbewerben den Startplatz gesichert. © Foto: Verein
Donzdorf / Iris Ruoss 06.11.2018

Sechs Qualifikationen hat Tim Casper während der grünen Saison erfolgreich bestritten,  sich zu den 15 besten Junioren der Springserie  gesellt und damit die Fahrkarte zum Finale des Nürnberger Burgpokals in der Stuttgarter Schleyerhalle gesichert.

Mit der Turnierserie wird der vielversprechende Nachwuchs gefordert und gefördert, mit den sechs Qualifikationen wird gesichert, dass nur die Besten sich mit konstant guter Leistung  durchsetzen und damit einen Platz im begehrten Finale eines internationalen Turniers sichern. Ein Meister ist noch nie vom Himmel gefallen, aber Tim Casper hat es in kurzer Zeit mit Talent und Fleiß ziemlich weit nach oben geschafft. Obwohl er auf dem Donzdorfer Gestüt Birkhof mit Pferden groß geworden ist, hat er erst spät Interesse an Pferden und dem Reitsport gezeigt. „Ich habe erst vor vier Jahren mit dem Reiten angefangen“, erzählt der 17-Jährige. Während seine Schwester Ina und die drei Cousinen längst auf Turnieren zum Kräftemessen angetreten sind, hat Tim lieber Fußball gespielt. Erst als er die Ponys seiner Cousinen während deren Urlaub versorgt hat, wurde sein Pferdeinteresse geweckt. „Dressurreiten finde ich eher langweilig“, sagt der Gymnasiast, dem die Action beim Springreiten viel mehr liegt. Trainiert wird der Jugendliche von Vater Jürgen Casper, ein alter Hase in puncto Pferdezucht und -ausbildung sowie selbst erfolgreicher Springreiter. Die Saison ist für Tim gut gelaufen, er hat mehrere M*-Springen gewonnen und in M**- Springen Platzierungen geholt, war zudem in den ersten S-Springen mit seiner Stute Acantara platziert. „Ich habe natürlich gute Voraussetzungen mit den Pferden und dem Training meines Vaters“, ist sich Tim bewusst. Ohne Fleiß kein Preis, das weiß auch Jürgen Casper, der beim Training seines Sohnes großen Wert auf solides Reiten legt. Schon im vergangenen Jahr ist Tim in die Turnierserie eingestiegen und einige Qualifikationen geritten. „Da hat es nicht gereicht“, erzählt er, aber dieses Jahr hatte er als klares Ziel das Finale in der Schleyerhalle vor Augen. Die Konkurrenz sei groß, das Starterfeld sowohl in puncto Pferde als auch Reiter sehr gut aufgestellt. „Den Sieg würde ich jedem Finalisten zutrauen“, meint Tim bescheiden. Seine elfjährige Stute ist gut geritten und routiniert, war in den vergangenen Jahren oft mit Vater Jürgen bis Klasse S siegreich. Tim weiß aber auch, dass die Schleyerhalle ihre eigenen Gesetze hat und ist gespannt, ob sich Acantara von der Hallenatmosphäre und den großen Leinwänden irritieren lässt. Längst ist der junge Springreiter ziemlich routiniert, vor den Prüfungen eher ruhig, aber: „Der Start beim German Masters ist schon aufregend.“ Nach dem Finalritt im November ist Winterarbeit angesagt und vor allem lernen, denn kommendes  Jahr steht das Abitur an.

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