Motorsport Team Walcher bestreitet die Rallye Dakar

swp 03.01.2018

Das Walcher Racing-Team geht ab Samstag bei der Rallye Dakar mit zwei Fahrzeugen an den Start. Nach acht Teilnahmen seines Vaters Gerhard Walcher aus Bad Boll zwischen 1985 (Afrika) und 2011 (Südamerika) erfüllt sich Sohn Markus Walcher im „QT“- Kleinserien-Rennauto damit einen Lebens­traum, der Vater sitzt mit Andreas Greb (ebenfalls Bad Boll) im begleitenden Service- Unimog, der schon drei Dakar- Teilnahmen hinter sich hat.

Wenn die Teilnehmer am 6. Januar in Perus Hauptstadt Lima die Startrampe überqueren, feiert die legendäre Rallye Dakar ihr 40-jähriges Bestehen. Wer die Rallye kennt, weiß: Ausgaben zu runden Geburtstagen der Veranstaltung werden in der Regel besonders hart. Danach sieht es auch 2018 wieder aus, wenn man dem Versprechen des Veranstalters glauben darf – und die Fakten sprechen dafür. Insgesamt fast 9000 Kilometer müssen die Teilnehmer zwischen dem 6. und dem 20. Januar zurücklegen, davon sind über 4000 Kilometer Wertungsprüfungen im Gelände, der Anteil schwieriger Sanddünen ist besonders hoch. Die restlichen Kilometer werden als Überführungen absolviert.

Nach dem Start auf Meereshöhe mit angenehmen Temperaturen geht es hinauf auf bis zu 4800 Meter. Die Rallye wird sich einige Tage im Gebirge aufhalten, bevor es dann wieder auf Höhen um die 1000 Meter geht und die Temperaturen auf bis zu 45 Grad ansteigen, was gut 60 Grad im Cockpit bedeutet. Die Reise führt von Peru (Lima) über Bolivien nach Argentinien (Cordoba), wo am 20. Januar der Ziel-Einlauf stattfindet.

Für das Walcher Racing-Team  stürzen sich der 29-jährige Markus Walcher (Deizisau) und sein 42-jähriger Beifahrer Tobias Henschel (Kemberg) gemeinsam ins Abenteuer. Für beide geht ein Traum in Erfüllung. „Ich erinnere mich sehr gut, wie mein Vater mir früher vor dem Einschlafen anstatt der üblichen Gute-Nacht Geschichten von seinen Abenteuern bei der Rallye Dakar erzählte. Für mich war ganz schnell klar, dass ich diesen Traum irgendwann auch leben möchte,“ erinnert sich Markus Walcher an seine Kindheit. Bereits im Alter von 16 Jahren durfte er erstmals an Offroad-Rallyes teilnehmen, 2010 wurde Markus Walcher dann Deutscher Rallyeraid-Meister in der Klasse T2 (seriennahe Fahrzeuge). Auch Beifahrer Tobias Henschel kann auf viele Erfahrungen im Rallyesport zurückgreifen. Als Fahrer und Beifahrer hat er mehrfach erfolgreich an der bekannten Breslau-Rallye in Polen und an diversen weiteren Veranstaltungen wie der Tuareg (Marokko), Carta (Marokko) oder „Balkan Offroad“ (Bulgarien) teilgenommen.