Segelfliegen So einfach wie das Einschalten eines Radios

Geislingen / hk 08.09.2018

„Wir haben uns in eine neue Dimension vorgewagt“, sagt Helmut Kölle, der Vorsitzende des Vereins. Es gibt schon seit längerem Segelflugzeuge mit Klapptriebwerk, welches man in Betrieb nehmen kann, wenn einen mal unterwegs die Thermik im Stich lässt. Das Starten der Verbrennungsmotoren war bisher eine aufwendige, teure und schwierig zu bedienende Angelegenheit. Zudem machte es eine Menge Lärm, wenn das Triebwerk zum Einsatz kommt. Seit Kurzem gibt es nun auch eine elektrische Variante einer sogenannten Heimkehrhilfe. „Und genau da haben wir zugeschlagen“, sagt Kölle.

Er verweist auf die völlig andere Art von Bedienung und Betrieb des Elektromotors mit Faltluftschraube. Keine Abgase, kein Benzin an Bord des Seglers. „Wenn eines unserer Mitglieder mit dem Flugzeug in Schwierigkeiten gerät, braucht er genau eine Sekunde, um sich aus der schwierigen Situation zu befreien“, erklärt Kölle. In dieser kur­zen Zeit lässt sich die Heimkehrhilfe in Betrieb nehmen. „Es ist so einfach, wie Radio einschalten und Lautstärke hochdrehen.“

Wichtig ist nicht nur die Technik, das Flugzeug hat noch andere Vorzüge. Für Kölle ist es „ein supergeiler Flieger, der auch nicht so geübten Piloten eine sichere Heimkehrhilfe bietet“. Ist über Geislingen ein Segler „mit dezentem Surren“ unterwegs, dann ist es das neue Flaggschiff der Fliegergruppe. Wen die Technik genauer interessiert: Die Geislinger bewegen ihre weißen Vögel jedes Wochenende vom Berneck aus. Es findet sich jemand, der den Antrieb am Boden vorführt. Am 30. September ab 10.30 Uhr wird der neue Flieger getauft – die Gelegenheit, sich den Discus FES aus der Nähe anzuschauen.

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