Triathlon Siegerpodest in Tübingen nur knapp verpasst

Dario Chitti vom WMF BKK-Team AST Süßen führt einen großen Pulk von Radfahrern beim Bundesliga-Rennen der Triathleten durch die Tübinger Innenstadt.
Dario Chitti vom WMF BKK-Team AST Süßen führt einen großen Pulk von Radfahrern beim Bundesliga-Rennen der Triathleten durch die Tübinger Innenstadt. © Foto: Eibner
Tübingen / Simon Weißenfels 08.08.2018
Der vierte Rang beim Bundesligawettkampf bringt das AST Süßen vor dem Finale in Binz auf den fünften Tabellenplatz.

Eine wahre Hitzeschlacht bot das vierte von fünf Rennen der Triathlon-Bundesliga den 16 Herren-Mannschaften und insgesamt 80 Athleten beim Sprint-Rennen in Tübingen. Als Vierte verpassten Süßens Triathleten das Podest ganz knapp.

Süßens WMF BKK-Bundes­ligisten waren nach Platz fünf in Münster optimistisch nach Tübingen gereist, hatten sie doch für die schwere Lauf­strecke auf laufstarke Athleten gesetzt. Nach dem Startschuss zeigte sich schnell, dass die ausgewählte Startposition der Schwarz-Gelben auf der rechten Seite des Neckars die richtige Entscheidung war und so konnten die fünf Süßener in der schwächeren Gegenströmung mit in der Spitzengruppe schwimmen. Nach 750 Meter Schwimmen verließ der Slowake Richard Varga an der Spitze den Neckar, ihm folgten, angeführt von Dario Chitti, alle fünf Süßener innerhalb der Top 30.

Als einziges Team hatte der ­Tabellen-Siebte somit das komplette Team in der 40-köpfigen Spitzengruppe, die nun fünf Radrunden à vier Kilometer zu absolvieren hatte. Immer wieder versuchten die jungen Süßener, durch Attacken von Tjebbe Kaindl und Lukas Gstaltner die Verfolgergruppe zu distanzieren, in der vierten  Runde kam es jedoch zum Zusammenschluss der knapp 60 Athleten, was eine ­weitere Laufentscheidung be­deutete.

Über die vier selektiven Runden durch die Tübinger Altstadt und über Kopfsteinpflaster liefen die jungen Süßener couragiert los, Gstaltner und Chitti sogar an der Spitze mit. Während  sich  vorn nach und nach eine Gruppe um den späteren Tagessieger und Deutschen Meister Lasse Lührs absetzen konnte, blieben vier der fünf Süßener Mehrkämpfer kompakt im Verfolgerfeld unter den Top 25.

Schnellster Süßener im Ziel war der überzeugende Lukas Gstaltner, der eine Minute hinter Sieger Lührs als 14. in das Ziel auf der Tübinger Eberhardsbrücke lief. Nach Platz 32 in Münster zeigte er somit in seinem zweiten Bundesliga-Rennen eine enorme Steigerung. Ihm folgte auf Platz 17 Teamkollege Dario Chitti, der auch seine beste Saisonplatzierung erreichte.

Ebenfalls überzeugend zeigten sich die beiden Youngster und Bundesliga-Debütanten im Süßener Trikot. Tjebbe Kaindl lief  bei seiner Premiere auf einen überraschenden 21. Platz, ihm folgte direkt dahinter der schnellste Süßener Läufer an diesem Tag, Leon Pauger, auf Platz 22.

Der Hitze Tribut zollen musste Philipp Dressel-Putz, der mit Magenproblemen das Ziel als 42. erreichte und an diesem Tag das Streichergebnis erzielte.

Mit der addierten Platzziffer von 74 bedeutete dies für die Süßener das beste Saisonergebnis mit Platz vier der Tageswertung. Einmal mehr stellte sich Tübingen als gutes Pflaster für die Bundesligisten aus dem Filstal heraus, nur um vier Plätze verpassten sie den dritten Rang.

Vor dem Finale sind einige Teams eng beieinander

Tabelle: Mit ihrem vierten Platz in Tübingen machten die WMF BKK-Dreikämpfer auch einen Sprung in der Tabelle nach vorne auf Platz 5. Mit 59 Punkten haben sie nur noch zwei Zähler Rückstand auf den Vierten Witten, punktgleich lauern aber auch die Teams aus Köln (59) auf Platz 6 und die Mengener Triathleten einen Punkt zurück (58) vor dem Finale.

Finale: Am 8. September entscheidet sich in Binz auf Rügen die Bundesliga 2018.

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