Das schöne Wetter lockte 350 Zuschauer ins Ankenstadion zur Saisoneröffnung der Kuchen Mammuts. Die Jugend legte mit einem souveränen 18:13 Sieg gegen Lokalrivale Ostalb Highlanders vor und auch bei den Herren sah es bis zur Halbzeit nach einem Erfolg aus. Durch ein 0:19 im dritten Viertel rissen sich die Mammuts aber alles ein, was sie sich zuvor aufgebaut hatten.

Um 15 Uhr eröffneten die Seniors die Bezirksliga-Saison. Kuchen brachte den Ball mit dem Kick ins Spiel. Ravensburg begann den ersten Angriff von der eigenen 30 Yard Line, musste das Angriffsrecht aber wenig später durch Punt abgeben. Die Gastgeber begannen den Sturm auf die Endzone von der gegnerischen 45 Yard Line. Aber auch Kuchen kam nicht auf ein first down und Ravensburg war wieder am Zug. Das Spiel wogte 10 bis 15 Yards um die Mittellinie, ohne dass eine Mannschaft in die gefährliche Zone kam.

Für das erste Spiel der Mammuts, noch dazu mit einigen Neulingen, machte die Partie dennoch Spaß und lässt einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft zu. Die Defense agierte gewohnt stark und die Offense setzte trotz fehlenden Yards die Spielzüge gut um. Allein die Nervosität und fehlende Erfahrung im Ligabetrieb  verhinderten den Durchbruch durch die gegnerischen Reihen. Dennoch war es ein Neuling, der die ersten Saisonpunkte einfuhr.

Kurz nach Beginn des zweiten Quarters waren die Mammuts das erste Mal in Schlagdistanz an der gegnerischen zehn Yard Line. Hannes Sigler überbrückte die Distanz mit einem schnellen Lauf links um die gegnerischen Reihen in die Endzone. Quarterback Marius Schweiger komplettierte den Spielzug mit einem Pass auf Pawel Porada für weitere zwei Punkte zur 8:0-Führung.

Ein der Nervosität geschuldeter Fehler brachte Kuchen die ersten Gegenpunkte ein. Die Gastgeber standen im vierten Versuch an der eigenen 30 Yard Line und wollten sich per Punt befreien. Nachdem es wegen eines Wechselfehlers nochmals fünf Yards zurückging, missglückte auch noch der Snap. Das Ei rollte bis in die Endzone und Ravensburg blockte den Punt zum safety in der Endzone.

Wenige Sekunden vor der Halbzeit tankte sich Maik Hommel mit einem Lauf über Außen durch die Verteidiger in die Endzone durch und Quarterback Marius Schweiger legte zwei weitere Punkte zum 16:2-Halbzeitstand nach.

Das dritte Quarter kostete die Kuchener den ersten Sieg, sie ließen sich überrennen. Eingeleitet durch ein Fumble, das die Razorbacks  kurz nach Spielbeginn 30 Yards vor Kuchens Endzone aufgenommen hatten, drangen die Gäste in die Endzone ein. Nach einem Kick durch die Stangen zeigte das Scoreboard 16:9. Die Unsicherheit der Mammuts auf dem Rasen war jetzt spürbar. Die zuvor so überzeugende Defense, die das Zentrum komplett zubetoniert hatte, bröckelte plötzlich.

Gleich beim nächsten Angriff schafften die Gäste mit zwei Läufen die 60 Yard Distanz zur Endzone und verkürzten auf 16:15. Die Mammuts gingen mit einem 16:21 in die letzten zwölf Minuten. Die Defense war wieder präsent und ließ den Ravensburgern wenig Luft zur weiteren Entfaltung. Dennoch dauerte es bis 90 Sekunden vor Schluss, bis sich Kuchen wieder vor die gegnerische Endzone in Schlagdistanz brachte. Die Razorbacks waren tief in der eigenen Hälfte mit Angriffsrecht, als Pawel Porada ein Fumble des Ravensburger Ballträgers forcierte und den Ball zum Angriffsrechtswechsel an der gegnerischen 32 Yard Line aufnahm. Mit einem First Down an der 10 Yard Line plazierten sich die Mammuts für die Ergebniskorrektur. Maik Hommel tankte sich mit mehreren Verteidigern am Trikot bis ein Yard vor die Endzone, bevor er zu Fall gebracht wurde. Durch Strafen ging der Spielzug aber in die falsche Richtung.

Im vierten Versuch, fünf Sekunden vor dem Abpfiff, standen die Kuchener 18 Yards vor der Endzone zum letzten Spielzug. Ein Pass sollte die fehlende Distanz in die Endzone überbrücken, fand aber keinen Abnehmer.

Headcoach Andreas Schorich war trotz Niederlage nicht ganz unzufrieden. Er sah die Vorgaben seiner Trainercrew sehr gut umgesetzt. Nur in den Special Teams fehlt noch einige Übung. „Wir haben uns im dritten Quarter überrumpeln lassen, uns dann unter Druck setzen lassen und damit den Gegner gestärkt“ analysierte Schorich. Im letzten Quarter habe sich seine Mannschaft wieder gefangen, aber „leider die letzte Chance zum Sieg nicht genutzt“.  

Dennoch schließen viele positive Ergebnisse den Tag ab. Im ersten Spiel hat sich die Mannschaft sehr gut präsentiert und die Zuschauer sahen zwei interessante Spiele.

Und der wichtigste Punkt hat wenig mit Football zu tun: Die Zuschauer unterstützten mit ihrem Eintrittsgeld auch noch einen guten Zweck, den Verein „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen in Göppingen“. Das dämpft den Kuchener Kummer über die knappe Niederlage.

A-Jugend legt starken Start hin


Um 12 Uhr eröffnete die A-Jugend den Doppelspieltag mit der Partie gegen die starken Ostalb Highlanders. Die ersten drei Quarter gingen mit je einem Touchdown an die Kuchener, bevor im letzten Viertel die Highlanders bis zum 23:18-Endstand heranrückten.