Leichtathletik Schlussstrich für legendäres Spektakel

Gern gesehener Meeting-Gast: Tim Lobinger.
Gern gesehener Meeting-Gast: Tim Lobinger. © Foto: Rolf Bayha
Rechberghausen / Harald Betz 13.10.2018

In seinen besten Jahren war das Lauf- und Sprungmeeting, 16 Mal im Albershäuser Waldstadion und anschließend 15 Mal im Rechberghäuser Sportpark Lindach ausgetragen, ein viel beachteter Saisonauftakt der Leichtathleten im Kreis Göppingen mit oftmals namhafter Besetzung.

Vor allem die Gilde der besten deutschen Stabhochspringer, immer wieder angeführt von Stars wie Tim Lobinger oder Raphael Holzdeppe, kamen am Traditionstermin 1. Mai ins Schwäbische, um einen ersten Vergleich mit der nationalen Konkurrenz zu haben – und lokale Aushängeschilder wie Alexander Straub oder Jakob Köhler-Baumann sorgten zudem für guten Besuch an den Wettkampfstätten. Dazu kamen attraktive Kugelstoß-Wettbewerbe mit Christina Schwanitz und Lena Urbaniak, Nico Kappel oder Tobias Dahm und den Sack-Brüdern. Zehnkämpfer wie Michael Kohnle und Stefan Hommel nutzten das Meeting zu Formtests, Sprinter wie Tobias Unger oder Emmanuel Tuffour, Speerwerfer Peter Esenwein, Weitspringer Dietmar Haaf und Hochspringer Carlo Thränhardt prägten das Gesicht der Veranstaltung, die 1988 zum ersten Mal stattfand – damals mit einem einzigen DIN A4-Infoblatt, aus dem in den Jahren ein dickes Stadionheft wurde. Drumherum bekam stets der Nachwuchs die Chance, sich mit der Konkurrenz zu messen.

Jetzt haben sich die Organisatoren Artur und Martin Müller, die in den letzten Jahren von Mario Ott unterstützt wurden, entschlossen, „nach über 30 Jahren mit Höhen und Tiefen“ einen Schlussstrich zu ziehen. Zuletzt hatten mehrere Termin-Veränderungen beim Meeting für Verärgerung unter den Vereinen im Leichtathletik-Kreis gesorgt.

„Uns bleiben überwiegend schöne Erinnerungen und wir sind stolz darauf, dass wir mit all unseren Unterstützern Werbung für die Leichtathletik machen durften“, blicken Vater und Sohn Müller zurück. Harald Betz

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