Ringen Papadopoulos für die WM nominiert

Ebersbach / Mario Schmidtke 09.08.2018

Bei den Junioren-Europameisterschaften in Rom ging auch Niko Papadopoulos vom SV Ebersbach an den Start. Er hatte sich auf dem internationalen Turnier in Bukarest und bei mehreren Lehrgängen der Nationalmannschaft für die Titelkämpfe qualifiziert.

Seine Eltern und sein Trainer Hansi Scherr ließen es sich nicht nehmen, ihren Sohn und ­Schützling in Rom vor Ort zu unterstützen.

Niko Papadopoulos bestritt in der Gewichtsklasse bis 87 Kilogramm mit 20 anderen Athleten den Kampf um die Medaillen. Zum Auftakt traf er im Achtelfinale auf den Aserbaidschaner Nazarshah Fatullayev. Er begann sehr ruhig und bestimmte das Kampfgeschehen. Nach 1:30 Minuten bekam der Ebersbacher  einen Punkt zugesprochen wegen aktiver Ringweise und erhielt die Oberlage im Bodenkampf. Hier konnte er keine weitere Wertung erzielen, sodass es mit der 1:0-Führung nach drei Minuten Kampfzeit in die Pause ging. Auch danach führte Papadopoulos weiter den Kampf an. Zuerst mit einem Kopfzug und danach einem Armzug versuchte der Ebersbacher, weiter Punkte zu erzielen, wobei ihm ein kleines bisschen das Glück fehlte, um diese Aktionen in Punkte umzuwandeln.

Der Aserbaidschaner nutzte dann eine kurze Unaufmerksamkeit von Niko Papadopoulos und brachte ihn zu Boden, wofür er zwei Punkte bekam. Aber der Kampf war noch nicht verloren,  es blieben noch 1:30 Minuten, um eine weitere Wertung zu erzielen. Papadopoulos setzte die Kopfklammer an und war eigentlich in guter Position, bis der Kontrahent ihn mit einem Hüftangriff konterte und 6:1 in Führung ging. Das war schließlich auch der Endstand des Kampfes. Da der Aserbaidschaner im weiteren Verlauf nicht bis ins Finale vordringen konnte, bedeutete dies das Turnier-Aus für den Ebersbacher.

Die Enttäuschung war groß, hatte er sich doch mehr erhofft. Aber der Bundestrainer und auch Hansi Scherr zeigten sich zufrieden, Niko Papadopoulos  hatte alles abgerufen und mit ein klein wenig Glück in seinen Angriffen hätte er diesen Kampf gewonnen. Somit musste er sich am Ende mit dem 16. Platz zufrieden geben.

Am Abend vor der Abreise kam doch noch eine erfreuliche Nachricht. Bundestrainer Maik Bullmann war trotz des Ausscheidens so zufrieden mit Niko Papadopoulos, dass er ihn für die Weltmeisterschaften in der Slowakei nominierte. Jetzt geht es darum, eine Woche zu regenerieren. Dann folgt ein internationales Turnier mit anschließendem Trainingslager in Frankfurt/Oder, bevor es am 17. September zur WM geht, dem Höhepunkt der noch jungen Karriere von Niko Papadopoulos. Mario Schmidtke

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