Football Mammuts: Nicht abgezockt genug

Abwehrspieler Thomas Ulmer von den Kuchen Mammuts stoppt den Mannheimer Quarterback.
Abwehrspieler Thomas Ulmer von den Kuchen Mammuts stoppt den Mannheimer Quarterback. © Foto: Thomas Madel
Kuchen / Dieter Göckelmann 19.06.2018
Im letzten Heimspiel verlieren die Kuchen Mammuts trotz starker Vorstellung 24:34 gegen den Tabellenzweiten Mannheim.

Wegen der Überschneidung mit dem WM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Mexiko kamen  nur 100 Zuschauer zum letzten Bezirksliga-Heimspiel ins Ankenstadion. Sie wurden nicht enttäuscht. Von einem überlegenen Gegner oder gar einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Nur das konsequente Ausnutzen kleiner Fehler des Gegners und das Quäntchen Glück gaben am Ende den Ausschlag.

Mit vier Läufen tankten sich die Banditen in die Endzone und legten das 7:0 vor. Die Bandits setzten überwiegend auf den meist erfolgreichen Lauf durchs Zentrum, während Kuchen ein abwechslungsreiches Spiel bot. Zu Boden und in der Luft ging es für die Kuchener Stück für Stück in Richtung Endzone, bis nur noch wenige Inches übrig waren. Quarterback Marius Schweiger drückte das Ei über die Linie und Pawel Porada kassierte für den erneuten Lauf in die Endzone nochmals zwei Punkte zur 8:7-Führung. Mannheim kämpfte sich bis neun Yards vor Kuchens Endzone. Die Verteidigung der Mammuts drängte sie 17 Yards zurück. Danach setzte sie den Mannheimer Quarterback unter Druck und gewann weitere elf Yards. Der Spielzug wurde zu früh abgepfiffen und daher wiederholt. Dabei ahndeten die Schiedsrichter noch ein persönliches Foul. Mit einem Pass in die Endzone überraschte Mannheim die Kuchener Verteidigung zum 8:13.

Das zweite Quarter prägten Härte und viele verletzungsbedingte Unterbrechungen. Die daraus resultierenden Strafyards nutzten die Gäste zur 20:8-Halbzeitführung.

Anders als in den bisherigen Spielen brachen die Mammuts im dritten Viertel nicht ein, sondern spielten konzentriert. Kuchen startete den Angriff 86 Yards vor der Endzone. Maik Hommel tankte sich mit einem Lauf bis zur 35 Yard Linie durch. Batuhan Bahadir empfing hinter der Verteidigung einen Pass und wurde erst vier Yards vor der gegnerischen Endzone gestoppt. Per Pass in die Endzone auf Maik Hommel überbrückte Schweiger die restliche Distanz. Ein erneuter Pass, diesmal auf Porada, krönte den Spielzug mit der Höchstpunktzahl zum 16:20. Im Gegenzug erhöhten die Bandits auf 16:27. Schweiger bediente Bahadir per Pass in die Endzone und Hommel steuerte mit einem Lauf in dieselbe nochmals zwei Punkte zum 24:27 bei.

Im letzten Viertel verhinderte die Kuchener Verteidigung größeren Yardgewinn, ein richtiges Mittel gegen Mannheims Läufe hatten sie aber immer noch nicht gefunden. So kämpften sich die Banditen Yard um Yard in Richtung Endzone, bis das Ei sein Ziel fand und der Endstand mit 24:34 besiegelt war. Headcoach Andreas Schorich hatte zwei Teams auf Augenhöhe gesehen. „Mannheim hat effektiver gespielt“, erklärt er das Ergebnis.Dennoch braucht er sich mit seinem Team nicht zu verstecken. Der Angriff hat mit einer guten Mischung aus Pass und Lauf  aufgewartet und die Defense, vor allem zum Ende des Spiels, die Angriffe der Gegner eingemauert und zu Fehlern provoziert.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel