Handball Nachbarn im Spitzenspiel

Die Handballer von Tabellenführer TSV Heiningen (dunkle Trikots) wollen auch am Samstag im Heimspiel gegen die SG Lauterstein, wie hier gegen Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf, kräftig zupacken.
Die Handballer von Tabellenführer TSV Heiningen (dunkle Trikots) wollen auch am Samstag im Heimspiel gegen die SG Lauterstein, wie hier gegen Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf, kräftig zupacken. © Foto: Cornelius Nickisch
Heiningen / Markus Munz 12.10.2018

Ein Aufeinandertreffen mit Spitzenspiel-Charakter verspricht das Württembergliga-Derby zwischen dem TSV Heiningen und der SG Lauterstein am Samstag um 20 Uhr zu werden. Beide Kontrahenten zählen zu den Aufstiegskandidaten und wollen auch selbst in der Tabelle vorne mitmischen.

„In dieser ausgeglichenen Liga mit drei Oberliga-Absteigern gibt es aber noch weitere fünf Mannschaften, die dasselbe vorhaben“, bremst Heiningens Trainer Marcus Graf die Erwartungen. Sein Team geht nach erfolgreichem Saisonstart als Tabellenführer mit breiter Brust in die Partie gegen Lauterstein. „Heiningen ist Erster und hat Heimrecht, insofern sind, wenn überhaupt, sie der leichte Favorit“, schätzt Timo Funk die Ausgangslage ein. Der Trainer des Oberliga-Absteigers geht aber davon aus, dass die 60 Minuten in der Voralbhalle „bis zum Schluss eine ganz enge Kiste“ sein werden. Graf und Funk kennen sich aus gemeinsamen Duellen als Spieler, nun treffen sie erstmals als Trainer aufeinander. „Ich habe maximalen Respekt vor der ersten und zweiten Welle von Lauterstein“, sagt Graf, „sie sind unheimlich gut eingespielt, jeder weiß, was der andere macht. Und einen Spieler mit der Qualität von Jochen Nägele gibt es in der Liga nicht so oft.“ Auf der anderen Seite nötigt auch die individuelle Klasse des Heininger Rückraums der Konkurrenz Respekt ab.

„Sie spielen schnell und es werfen immer wieder andere die Tore“, weiß Timo Funk, „außerdem ist Heiningen mit seinen unterschiedlichen Deckungsvarianten schwer auszurechnen.“ Gerne wäre Funk, der das Spielertrikot abgelegt hat und mit Vater Wolfgang sowie Michael Lackinger das SG-Trainergespann bildet, wie Heiningen ungeschlagen ins Derby gegangen. Doch in Wolfschlugen gab die SGL das Spiel in den letzten Minuten noch aus der Hand. „Wir sind ein bisschen holprig in die Saison gekommen, sind aber grundsätzlich nicht unzufrieden. Unsere Mannschaft ist extrem jung, so dass Leistungsschwankungen völlig normal sind“, erklärt Funk. Deshalb wäre es für ihn auch „kein Beinbruch“, sollte es mit dem direkten Wiederaufstieg am Ende nicht klappen. Um so lange wie möglich vorne mitzuspielen, müsse man in dieser Liga „in jedem Spiel hundert Prozent auf die Platte bringen“. Aktuell stehen Mannschaften in der Tabelle unten drin, die im Vorjahr noch oben mitspielten. Beim TSV Heiningen gedenkt man aber nicht, sich so schnell von der Tabellenspitze verdrängen zu lassen.

„Wir haben mit unseren bisherigen Auftritten untermauert, dass wir in der Lage sind, jedem Gegner Paroli bieten zu können und zu wollen“, erklärt Graf und freut sich auf ein tolles Spiel vor guter Kulisse: „Es treffen zwei Mannschaften mit unterschiedlicher Spielkultur, aber absolut auf Augenhöhe aufeinander.“

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