American Football Nach starkem Start geht die Puste aus

Quarterback Marius Schweiger setzt in der Offense viele Akzente.
Quarterback Marius Schweiger setzt in der Offense viele Akzente. © Foto: Thomas Madel
Mannheim / Dieter Göckelmann 05.06.2018

Die Mammuts traten wegen Verletzungen und Urlaub nur mit einem Rumpfkader zum Bezirksligaspiel beim Spitzenreiter an, angesichts der Hitze ein enormer Nachteil. Dennoch verkauften sich die Kuchener prächtig, hielten bis zur Halbzeit sogar mit. Das Ergebnis spiegelt diese Leistung nicht wider, denn ab dem dritten Quarter schwanden Kondition und Konzentration. Das von vielen erwartete Debakel hat Kuchen aber verhindert.

Mannheim ging gleich zu Beginn der Partie mit 7:0 in Führung, die Antwort der Gäste blieb nicht aus. Quarterback Marius Schweiger verkürzte mit einem 20-Yard-Run in die Endzone. Mit einer erfolgreichen Two-Point Conversion brachte Schweiger sein Team noch im ersten Viertel sogar 8:7 in Führung. Mitte des zweiten Viertels drehten die Gastgeber die Partie mit einem Touchdown samt erfolgreichem Zusatzkick zum 14:8. Kurz vor der Halbzeit standen die Bandits wieder vor der Kuchener Endzone. Per Pass in die Endzone wollten die Hausherren noch in Hälfte eins für klare Verhältnisse sorgen. Maik Hommel fischte die Luftfracht jedoch ab und trug das Ei bis zur gegnerischen fünf Yard Linie. Der Halbzeitpfiff verhinderte den zu diesem Zeitpunkt durchaus gerechtfertigten Ausgleich.

Nach der Halbzeit fanden die Mammuts nicht mehr ins Spiel und die Zuschauer sahen die erwartete Dominanz der Badener. Im dritten Quarter zogen die Gastgeber auf 27:8 davon. Auch im vierten Quarter reichte die Kondition nicht mehr, um noch einmal zurückzukommen. Kurz vor Schlusspfiff zeigte das Scoreboard 39:8. Die letzten Punkte blieben aber den Kuchenern vorbehalten. Von der gegnerischen 30-Yard-Line bediente Quarterback Schweiger unter Druck Batuhan Bahadir mit einem Pass über 20 Yards. Bahadir tankte sich in die Endzone durch. Pawel Porada krönte mit einer erfolgreichen Conversion den Drive mit der Höchstpunktzahl und besiegelte damit den Endstand.

Headcoach Andreas Schorich attestiert nach dem Spiel, dass „mehr drin“ gewesen wäre. Die Kuchener Verteidigung „hatte den Luftraum unter Kontrolle“, Schorich nennt drei Interceptions und einige abgewehrte Pässe als Beleg. Dem Mannheimer Laufspiel waren die Seinen aber auf Dauer nicht gewachsen. Sie haben die Mannheimer zwar immer wieder gestoppt, dabei aber „in Summe zu viele Yards zugelassen“. Im Angriff erkannte Schorich „Licht und Schatten“.

Mannheims Defense gilt als die stärkste Verteidigung der Liga.  „Einmal passte alles und wir konnten die Verteidigungsreihen überwinden, im nächsten Moment herrschte Chaos“, analysiert Kuchens Headcoach. Bei den beiden Touchdowns erkannte er „deutlich eine Konsistenz über den gesamten Drive“. Diese Konsistenz gelte es nun zu manifestieren.

Dazu bleibt den Mammuts eine Woche Zeit, bis die Pattonville Generals ins Ankenstadion kommen.

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