Segelfliegen Max Kollmar als Favoritenschreck

Erfolgreiche Flüge in Bayreuth: Max Kollmar.
Erfolgreiche Flüge in Bayreuth: Max Kollmar. © Foto: Verspohl
Bayreuth / df 06.06.2018

Beim Segelflugwettbewerb in Bayreuth kämpften zehn Tage lang 85 Piloten um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Für die bayerischen Piloten ging es zusätzlich noch um den Landestitel. Max Kollmar von der Fliegergruppe Donzdorf trat in der offenen Klasse an, der mit den größten und leistungsfähigsten Flugzeugen, aber auch den schwierigsten Aufgaben.

An den ersten drei Tagen konnte gewitterbedingt nicht geflogen werden. Am vierten Tag war gute Thermik vorhergesagt, daher wurden große Aufgaben gewählt. Es waren 544 km rund um Nürnberg über Suhl, Aalen, Regensburg und zurück zu bewältigen. Auf der Fränkischen Alb war das Wetter dann allerdings deutlich schlechter als erwartet. Nur zehn von 28 Piloten konnten die Strecke regulär bewältigen. Der Schnellste war Lokalmatador Alexander Müller (LSG Bayreuth) vor Max Kollmar.

Am zweiten Wertungstag waren ein Kreis mit 17 km Radius um das tschechische Stankov und ein Kreis mit 45 km um das Kloster Wiesenfelden bei Regensburg zu fliegen. In diesen mussten die Piloten ihre Wendepunkte legen, die genaue Wahl der Wendepunkte blieb ihnen überlassen, so dass Strecken zwischen 210 und 412 km möglich waren. Max Kollmar sicherte sich mit 309,0 km und 123,2 km/h den Tagessieg und übernahm damit die Gesamtführung.

Genau 355,2 km über Rhön und Oberpfälzer Wald standen am dritten Tag an. Mit 131,4 km/h wurde Max Kollmar Tageszweiter, seine Führung in der Gesamtwertung konnte er damit ausbauen. Nach einem Tag gewitterbedingter Pause konnte sich Max Kollmar am vierten Wertungstag zum dritten Mal Platz zwei sichern. Er beendete die 312,3 km lange Strecke über Bad Mergentheim und Karlstadt am Main mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 101,6 km/h wieder knapp hinter dem Tagessieger. Die Gesamtführung baute er damit auf komfortable 162 Punkte Vorsprung aus. Am fünften und letzten Wertungstag wurden erneut variable Aufgaben ausgeschrieben. In der Offenen Klasse waren Strecken zwischen 224 und 393 km möglich. Die Streckenvorgabe führte die Piloten ans Westende des Thüringer Waldes, nach Bad Kissingen und wieder zurück nach Bayreuth. Tagessieger mit 305,4 km und 122,2 km/h wurde Reinhard Spath (Pirmasens). Max Kollmar erreichte mit 304,9 km und 120,7 km/h den sechsten Platz, sein Rückstand auf den Tagessieger betrug dabei lediglich 20 Punkte.

Kollmar hatte sich als Favoritenschreck mit dreimal Tagessilber und einem Tagessieg die Gesamtführung  mit 179 Punkten Vorsprung auf Nobert Kalisch (Leipzig) nicht mehr nehmen lassen und freute sich über die DM-Qualifikation. df

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