Leichtathletik Leinfelden ist gutes Pflaster für LG Filstal

Kreis Göppingen / Ulrich Bopp 12.07.2018

Bei den Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften der U16 im Stadion von Leinfelden-Echterdingen haben sich die Mädchen der LG Filstal zwei Bronzemedaillen geholt. Das Stadion scheint damit ein gutes Pflaster für den LG-Nachwuchs zu sein: Im Herbst hatten dort  die Jungen der U16 am selben Ort die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften dominiert. Seinerzeit sicherte sich Oskar Neudeck im Neunkampf den Einzeltitel sowie – zusammen mit Bruder Felix und Kai Schäffner – dem Mannschaftstitel.

Mit einer Reihe von persönlichen Bestmarken wartete Carla Kussmaul in der Altersklasse W14 auf. Die Bollerin setzte sich mit der besten Hochsprungleistung (1,64m) aller 42 Teilnehmerinnen hervorragend in Szene und punktete ebenfalls gut mit 13,28 sec im 100 m-Lauf, mit einem Weitsprung von 5,02 m und einem Kugelstoß von 9,23 m. Mit 2117 Punkten sicherte sie sich Bronze knapp vor ihrer Vereinskameradin Amelie Frech, die sich ebenfalls mit einem neuen persönlichen Vierkampf-Rekord von 2093 Punkten in Topform  präsentierte.

Mit Bestleistungen im Weitsprung (5,23 m) und Hochsprung (1,56 m) legte Amelie Frech die Basis für ihre gute Platzierung. Außerdem sprintete sie die 100 m in 13,09 sec und stieß die Kugel 8,87m weit.

In den Siebenkampf starteten beide mit neuer Bestleistung im 80 m-Hürdenlauf. Frech durchlief nach 12,72 sec die Ziellinie, Kussmaul war sogar um zwei Hundertstelsekunden schneller. Mit einem beherzten 800 m-Lauf in 2:39,50 min konnte Frech allerdings am Ende ihre Clubkameradin noch überholen. Mit 3531 Punkten erreichte sie mit Bestleistung Platz vier im Gesamtklassement. Kussmaul wurde mit noch nie von ihr erreichten 3517 Punkten Fünfte im 33 Teilnehmerinnen starken Feld. Die Schorndorferin Nina Ndubuisi holte sowohl im Vierkampf mit 2230 Punkten als auch im Siebenkampf mit 3665 Punkten den Titel.

Im Vierkampf dieser Altersgruppe starteten noch zwei weitere Filstal-Athletinnen. Elena Grünenwald fand sich mit 1770 Punkten auf Rang 29 wieder, Lara Brenner erzielte 1660 Punkte und platzierte sich auf Rang 38.

Im Vierkampf W15 überzeugte Mia Herrmann wieder einmal mit der insgesamt zweitbesten Sprintzeit von 12,45 sec und dem zweitbesten Weitsprungergebnis von 5,29 m. Durch ihre nicht so starken Ergebnisse im Kugelstoßen (8,48 m) und Hochsprung (1,44 m) verlor sie jedoch auf die Konkurrentinnen Punkte. Mit 2072 Punkten schaffte sie dennoch eine neue Bestleistung und Platz sieben. Dabei fehlten ihr nur 56 Punkte zum Podest. Clairline Liebl punktete mit 12,76 sec über 100 m und mit 4,81  m beim Weitsprung. Ihre 1981 Gesamtpunkte brachten ihr Rang zwölf ein. Fannie Liebisch landete mit 1860 Punkten auf Platz 21.

Unglücklich war dagegen der Auftritt von Mara Mauser, die sich nach drei ungültigen Versuchen im Weitsprung auf dem 32. Platz und damit ungewohnt weit hinten wiederfand. Dabei hatte sie noch mit einer Bestmarke im Hochsprung geglänzt, als sie zum ersten Mal 1,60 m überquerte.

Gute Moral zeigte Mauser, als sie zum Siebenkampf antrat und über 80 m-Hürden eine neue Bestzeit aufstellte. Ihre 11,99 sec bedeuten zugleich die Qualifikation für die DM. Am Ende kämpfte sie sich mit 2945 Punkten noch auf Rang 24 vor.

Zwei Plätze im Vergleich zum Vortag gutmachen konnte Liebl, die mit zwei Bestmarken (80m Hürden in 12,99 sec; 30 m beim Speerwerfen) auf 3246 Punkte und Platz zehn kam.

Herrmann rückte mit ihrem neuen Siebenkampf-Rekord von 3521 Punkten auf Platz sechs vor, wobei sie mit ihren 12,25 sec über die Hürdendistanz die meisten Punkte holte. Hinter der LG Filder (6544 Punkte) und dem SSV Ulm (6304 Punkte) verpasste das LG-Filstal-Trio Kussmaul, Frech und Herrmann mit 6282 Punkten in der Vierkampf-Teamwertung zwar knapp Silber, durfte sich aber riesig über die Bronzemedaille freuen.

Das zweite Team der LG Filstal erreichte in der Besetzung Liebl, Liebisch, Grünenwald mit 5611 Punkten den achten Platz. Im Siebenkampf verpassten die drei erstgenannten Mehrkämpferinnen als viertbestes Team (10 569 Punkte) hinter LG Filder (10 884), den Stadtwerken Tübingen (10 745) und dem SSV Ulm 46 (10 604 Punkte) nur knapp eine weitere Medaille.

In den Wettkämpfen der Jungen war nur Lukas Broneske im Vierkampf M15 vertreten. Mit 12,71 sec über 100 m und 5,11 m im Weitsprung holte er die meisten seiner 1996 Zähler, die ihm Rang 14 einbrachten.

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