Handball Lauterstein muss gratulieren

Bei seiner Rückkehr nach Lauterstein konnte am Ende Gmünds Trainer Stefan Klaus jubeln, im Hintergrund die Bank der geschlagenen SGL.
Bei seiner Rückkehr nach Lauterstein konnte am Ende Gmünds Trainer Stefan Klaus jubeln, im Hintergrund die Bank der geschlagenen SGL. © Foto: Cornelius Nickisch
Lauterstein / sn 04.12.2018

Die SG Lauterstein verlor ihr viertes Spiel in Folge. In der Nenninger Kreuzberghalle war der TSB Schwäbisch Gmünd das glücklichere Team und entführte beide Punkte. Doch so deutlich wie das 28:32 (12:18) scheint, war die Partie nicht. Zwei rote Karten, mit Mann und Maus verteidigende Abwehrreihen und frenetische Zuschauer sorgten für einen emotionalen Derby-Abend in der Kreuzberghalle.

Von Beginn an wollte Lauterstein zeigen, dass es für den Tabellenprimus schwer wird, Zählbares aus Lauterstein mitzunehmen. Nach zwölf Minuten stand es 7:6. Dann kam plötzlich Hektik ins Lautersteiner Angriffsspiel. Vorne wurden Bälle einfach hergeschenkt und das Umschaltverhalten passte kurzzeitig nicht richtig. Gmünd nutzte das eiskalt, nach dem 8:12 nahm Timo Funk eine Auszeit. Doch seine Spieler waren weiterhin verunsichert und die Gäste setzten sich Tor um Tor bis zum 9:16 ab. In dieser Phase bekamen die Hausherren Jonas Waldenmaier am Kreis kaum in den Griff. Nach einem Foul an ihm wurde Fabian Lackinger disqualifiziert und zum Duschen geschickt. Lauterstein rettete sich mit einem 12:18 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel veränderten sich die Kraftverhältnisse zunächst gravierend. Im Tor der Gelb-Blauen wurde der schmerzlich vermisste Matthias Nagel das erste Mal seit fünf Wochen wieder eingesetzt und trieb seine Vorderleute mit Paraden zur Höchstform. Vorne führte Tobias Schmid geschickt Regie und steuerte auch zwei Treffer zum 16:18-Zwischenstand bei. Jetzt stand das Lautersteiner Publikum wie eine Eins hinter seiner Mannschaft. Den ersten Treffer der Gäste nach acht Minuten im zweiten Durchgang konterte Stephan Mühleisen. Tobias Schmid spielte ihn dabei herausragend frei. Bis zum 18:21 konnten die Gastgeber nicht verkürzen, ehe Jochen Nägele in der 41. Minute einen Doppelpack zum 20:21 folgen ließ.

Hinten verteidigte die Funk- Sieben weiter beherzt und stibitzte sich wieder den Ball. Doch dann kam ein Faktor ins Gmünder Spiel, der Lauterstein bis zum Schluss immer wieder in die Suppe spuckte. Sebastian Fabian im Gmünder Tor zeigte, warum er bereits in der BWOL zu den besten seiner Zunft gehörte und vereitelte einige Großchancen. Nach einer Auszeit der Gäste agierte die SGL-Defensive weiter aufmerksam und ergatterte sich in Überzahl immer wieder Bälle. Das Tor der Gmünder war dabei immer wieder leer, zweimal versuchten es Spieler in Gelb-Blau, aus der Distanz zu treffen. Einmal prallte der Ball gegen die Latte, einmal hechtete Fabian dazwischen. Fast folgerichtig mussten die Gastgeber die Gmünder wieder enteilen lassen. 21:25 stand auf der Anzeigetafel. Zudem musste Jochen Nägele nach einer heftigen Attacke ins Gesicht behandelt werden und war kurzzeitig nicht einsetzbar. Doch das störte die Hausherren nicht. Silas Bäuerle und Kevin Nagel verkürzten wieder. Bis zum 26:28 in der 56. Minute blieben die Lautersteiner dran. Anstatt der Wende zeigte sich Gmünd aber abgezockt und clever und baute den Vorsprung bis zum Schluss auf 28:32 aus.

„Unter dem Strich stand für uns eine tolle, mannschaftlich geschlossene Leistung zu Buche, die aufgrund der zweiten Halbzeit durchaus ein Pünktchen verdient hätte“, analysierte Timo Funk, „ich bin aber mit der Einstellung und dem Kampf meiner Mannschaft sehr zufrieden.“ Gmünds Trainer Stefan Klaus sagte: „Wir waren fast die gesamte Spielzeit vorne. Deshalb war der Sieg heute auch verdient.“ sn

SG Lauterstein: Bertele, M. Nagel; F. Lackinger, Schmid (3), T. Lackinger (2/1), K. Nagel (1), Lenz, Schuster, Villforth (1), S. Nägele (1), Kölle (4), Bäuerle (4), J. Nägele (10/4), Mühleisen (2).

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