Handball KuGi plant vorsichtshalber mal keine Punkte ein

In den beiden Derbys der Vorsaison gab es nur für die Altenstädter Grund zum Jubel. Hier feiern Torwart Ionut Torica und Micha Bottek den 26:24-Erfolg in der Kuchener Ankenhalle.
In den beiden Derbys der Vorsaison gab es nur für die Altenstädter Grund zum Jubel. Hier feiern Torwart Ionut Torica und Micha Bottek den 26:24-Erfolg in der Kuchener Ankenhalle. © Foto: Thomas Madel
Kuchen/Gingen/Geislingen / Von Thomas Friedrich 12.09.2018

Zur Saisoneröffnung an einem Freitagabend das emotionsgeladene Derby, kann man ja mal machen. Am Freitag um 20 Uhr erwartet die SG Kuchen-Gingen in der Gingener Hohensteinhalle den TV Altenstadt mit dem langjährigen KuGi-Coach Andreas Frey.

Als Staffelleiter Georg Häußler den Spielplan der Landesliga­staffel 3 veröffentlichte, fielen die Reaktionen auf die Ansetzung des Derbys am ersten Spieltag unterschiedlich aus. TVA-Trainer Frey hätte das Duell gegen seine einstigen Schützlinge „lieber in der Mitte der Saison“ gehabt. Altenstadt legte im Vorjahr mit 0:4 Zählern einen Fehlstart hin und er fürchtet, seine Schützlinge könnten zu Saisonbeginn erneut schwer in die Gänge kommen. Eine Derbyniederlage zum Start kann beim TVA keiner gebrauchen.

Torjäger Mayer fraglich

Genau aus dem Grund nahm SG-Trainer Ralf Riethmüller den Spielplan gelassen zur Kenntnis. „Irgendwann muss man ja gegeneinander spielen, warum nicht gleich am Anfang?“,  kommentiert er die Ansetzung. Am ersten Spieltag sei der TVA vielleicht noch nicht in Hochform und daher nicht so klar favorisiert wie zu einem späteren Zeitpunkt. ­Riethmüller zählt den Vorjahres-Vize neben Biberach und Württembergliga-Absteiger Bad Saulgau erneut zu den Top Drei der Liga. Der TVA, stapelt er tief, „ist nicht unser Maßstab“. Punkte gegen einen solchen Gegner kann die SG KuGi nie einplanen. Gibt es sie dennoch, empfände der Trainer das als „eine schöne Überraschung“.

Ihm geht es in erster Linie um einen stabilen Auftritt der Seinen und um Schadensbegrenzung. Er sieht den TVA deutlich stärker besetzt als seine junge Mannschaft, die womöglich auch noch auf ihren Torjäger verzichten muss. Moritz Mayer leidet an Schulterproblemen, sein Einsatz entscheidet sich erst kurzfristig. Dabei hätte Mayer mit dem Derby noch eine Rechnung offen. Im letzten Duell  gegen den TVA sah er noch in Hälfte eins die Rote Karte, die Altenstadt den Weg zum deutlichen Sieg ebnete.

Zudem fehlt den Gastgebern die geballte Routine von Boris Ambrosch, Nico Schraml und Dennis Brentrup, die allesamt ihre Karriere beendet haben. ­Riethmüller befürchtet eine noch schwerere Saison als die vergangene, weil sein Team personell eher schwächer ist und er die drei Aufsteiger deutlich stärker einschätzt als die abgestiegenen Teams.

TVA in der Breite besser besetzt

Mit seinem deutlich hochwertiger besetzten Kader geht Kollege Frey lieber nicht hausieren. Er kennt die Gesetze der Derbys. Bei allen sechsen, die es gab, seitdem beide Vereine wieder in derselben Liga spielen, saß er als Trainer auf der Bank. Vier Mal für KuGi, zwei Mal für den TVA: Seine Bilanz: 5:1 Siege.  Frey weiß, dass in solchen Duellen nicht das zählt, „was auf dem Papier steht“, sondern noch mehr als in normalen Spielen „das, was man aufs Parkett bringt“. Dass sein Kader „zumindest in der Breite“ besser besetzt ist, spielt für ihn am Freitag daher nur eine untergeordnete Rolle. Die besseren Einzelspieler müssen nicht zwangsläufig ein Derby entscheiden, aber es tut gut, sie zu haben.

Freys Maßgabe lautet nicht unbedingt, wieder wie im Vorjahr Platz zwei zu erreichen. Er ist schon froh, wenn die Seinen die Leistung der vergangenen Runde wiederholen oder gar steigern. In welchen Tabellenplatz das am Ende mündet, hängt auch von der Qualität der Konkurrenz ab, die Frey derzeit noch nicht einschätzen kann.

Riethmüllers Saisonziel ist dagegen klar und verständlich: „Irgendwie drei Mannschaften hinter uns lassen.“

Die Derby-Bilanz: Es steht 3:3

Sechs Derbys haben die beiden Nachbarn bestritten, seitdem sie wieder gemeinsam in einer Liga spielen. Die Bilanz lautet 3:3. Der TVA gewann unter Trainer Andreas Frey beide Duelle gegen dessen Ex-Verein.

Saison 2015/16
TVA gegen KuGi 27:33
KuGi gegen TVA 28:22

Saison 2016/17
TVA gegen KuGi 33:27
KuGi gegen TVA 34:26

Saison 2017/18
KuGi gegen TVA 24:26
TVA gegen KuGi 34:25

Saison 2018/19
KuGi gegen TVA ?

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel